Meldungsdatum: 17.12.2025
Wer dieser Tage einen Spaziergang rund um Schloss Rheydt macht, der sieht wieder deutlich mehr vom historischen Gebäudebestand. Denn das Gerüst an der zum Wassergraben hin gelegenen Südostseite der Vorburg ist nach rund zwei Jahren Bauzeit abgebaut. Das Gebäudemanagement der Stadt (gmmg) hat die Dach- und Fassadensanierung hier erfolgreich abgeschlossen. Auf der Hofseite des Gebäudes befinden sich die Bauarbeiten ebenfalls auf der Zielgeraden.
Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Fassade des Südostflügels und des südlichen Eckturms zunächst behutsam vom alten Anstrich befreit. Beschädigte Ziegel und Natursteine wurden ersetzt und sämtliche Fugen erneuert. Weil das Mauerwerk durch die historische Nutzung als Stall stark salzbelastet ist, kam ein spezieller Trass-Kalk-Mörtel zum Einsatz. Abschließend erhielt die Fassade einen atmungsaktiven roten Silikatanstrich, der sich eng am historischen Erscheinungsbild orientiert. Witterungsabhängig können weiterhin kleinere Salzausblühungen auftreten – ein bei historischen Gebäuden üblicher Prozess, der beobachtet wird, aber den Zustand des Bauwerks nicht beeinträchtigt.
Die Sanierung der Südostfassade wird durch Mittel des Denkmalschutz-Sonderprogramms X der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt und wird fristgerecht zum Ende dieses Jahres baulich abgeschlossen. Die Arbeiten an der hofseitigen Fassade und Dacheindeckung werden voraussichtlich im Frühjahr fertiggestellt und bilden den Abschluss der äußeren Arbeiten am Ostflügel der Vorburg. Im Inneren befindet sich dieser weiterhin im Rohbau-Zustand. Für die Innensanierung sollen Mittel für das Haushaltsjahr 2027 angemeldet werden. Ziel ist es unter anderem, den Brandschutz zu verbessern und die Innenräume auf die zukünftige Konzeption der Ausstellung anzupassen. Schon ab Frühjahr 2026 starten außerdem Arbeiten im Außenbereich der Schlossanlage. Die mags wird im abgesperrten Bereich der Wallanlage den Boden austauschen, neuen Rollrasen verlegen und Möblierung und Beleuchtung erneuern.
Das Gerüst ist weg, der Blick auf die frisch sanierte Südostseite der Vorburg wieder frei. (© Stadt Mönchengladbach)
Zum Ende der Sanierung erhielt die Fassade einen atmungsaktiven roten Silikatanstrich, der sich eng am historischen Erscheinungsbild orientiert. (© Stadt Mönchengladbach)
Die beschädigten Kopfenden der tragenden Balken wurden durch Stahlkonstruktionen ersetzt und das gesamte Dachtragwerk durch zusätzliche Aussteifungen stabilisiert. (© Stadt Mönchengladbach)
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