Meldungsdatum: 08.01.2026

Hanau trauert um Kulturmacher Herbert Beck

Der 1941 in Hanau geborene Kunsthistoriker und über viele Jahre als Direktor des Frankfurter Städel Museums sowie der Liebieghaus Skulpturensammlung tätige Herbert Beck ist am vergangenen Montag im Alter von 84 Jahren in Hamburg verstorben.

„Zusammen mit seiner 2015 verstorbenen Frau Karoline Beck-Krämer, die Protokollchefin der Stadt Frankfurt war, besuchte Herbert Beck oft seine Geburtsstadt und beobachtete die Entwicklung des Kulturstandortes Hanau mit großem und wohlwollendem Interesse. Sein Einsatz für den Kulturfonds Frankfurt RheinMain zeigt deutlich, dass ihm die kulturelle Entwicklung der gesamten Region sehr am Herzen lag“, so Oberbürgermeister Kaminsky, der allen Angehörigen und Freunden Becks sein herzliches und tief empfundenes Beileid ausspricht.

Von 2008 bis 2012 leitete der gebürtige Hanauer Beck den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der auf Initiative der Hessischen Landesregierung gemeinsam mit Städten und Landkreisen gegründet wurde, um die Attraktivität des Kulturraums Frankfurt Rhein-Main zu erhöhen.

Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Neueren Deutschen Literatur in München und Frankfurt begann Herbert Beck seine Karriere 1969 im Frankfurter Liebieghaus. Rund 3.000 Skulpturen aus der Zeit vom Alten Ägypten bis zum Klassizismus sind dort heute zu sehen. Zurzeit gibt es eine umfassende Sonderausstellung zu dem in Hanau-Großauheim geborenen Bildhauer August Gaul.

1981 wurde er zum Direktor des Liebieghauses und 1994 auch Direktor des Städel Museums. Zudem übte er eine Lehrfunktion an den Universitäten Frankfurt, Tübingen, Jena und Marburg aus.