Nr. 007 Kreis Steinfurt, 12. Januar 2026

Kreis Steinfurt startet als erster Kreis mit voll-digitalisiertem Verfahren für den Bauantrag

Ministerin Scharrenbach und Landrat Dr. Sommer geben Startschuss

Kreis Steinfurt/Düsseldorf. Das „Bauportal Nordrhein-Westfalen“ stellt die zentrale digitale Plattform für bauordnungsrechtliche Verfahren im Land Nordrhein-Westfalen dar und ist seit 2024 in einem überarbeiteten Design in inzwischen 71 Unteren Bauaufsichtsbehörden produktiv im Einsatz. Das „Bauportal Nordrhein-Westfalen“ kann von den Kommunen kostenfrei genutzt werden, da das Land Nordrhein-Westfalen die Kosten trägt.

Über das Bauportal Nordrhein-Westfalen können Bauanträge von Bauherrschaften oder Entwurfsvorlageberechtigten wie Architektinnen und Architekten online gestellt, eingereicht und somit den zuständigen Bauaufsichtsbehörden digital und unmittelbar übermittelt werden. Die Bearbeitung der Anträge durch die Behörde erfolgt vollständig im Fachverfahren der Kommune.

Neben den digitalen Antragsassistenten, die das Herzstück des Bauportal Nordrhein-Westfalen bilden, fehlte es bisher an einer Kommunikationsplattform: In den vergangenen Monaten hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung zusammen mit der d-NRW AöR und dem Kreis Steinfurt die Einsatzbereitschaft der Kommunikationsplattform vorangetrieben.

Der Kreis Steinfurt ist der erste Kreis im Land Nordrhein-Westfalen in dem nun das voll-digitalisierte Bauantragsverfahren im Sinne einer Ende-zu-Ende-Digitalisierung medienbruchfrei durchstarten kann, heißt es in einer Presseinformation des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung: „Das Bauportal Nordrhein-Westfalen wird weiter erfolgreich ausgebaut: In 71 Unteren Bauaufsichtsbehörden wird das Bauportal Nordrhein-Westfalen genutzt, um Bauanträge digital einreichen zu lassen. Mit dem Kreis Steinfurt haben wir nunmehr gemeinsam den nächsten Meilenstein erreicht: Die Kommunikationsplattform läuft. Durch diese Erweiterung können jetzt auch beispielsweise Rückfragen, Antworten und der gesamte weitere Austausch direkt digital erfolgen. Die Kommunikationsplattform wird jetzt auf weitere Untere Bauaufsichtsbehörden ausgerollt. Mein Dank geht an den Kreis Steinfurt, denn die Anbindung stellt komplexe Anforderungen an Organisation und Technik vor Ort.“

Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt: „Mit der Anbindung an das Bauportal.NRW setzen wir ein deutliches Zeichen für eine moderne, bürgernahe und digitale Verwaltung. Dass der Kreis Steinfurt hierfür landesweit Vorreiter ist, zeigt: Wir gestalten Digitalisierung aktiv – im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger.“ 

Die Einführung des digitalen Bauantrags ist ein wesentlicher Meilenstein der Digitalstrategie des Kreises Steinfurt. Bürgerinnen, Bürger sowie Architekturbüros und Unternehmen profitieren ab sofort von einem medienbrucharmen Verfahren: Weniger Papier, weniger Wege, mehr Transparenz. Gleichzeitig kann die Kreisverwaltung ihre Prozesse modernisieren: Die Bearbeitung wird effizienter, ortsunabhängig und ressourcenschonender.

Der Kreis Steinfurt konnte bei seiner Produktivsetzung maßgeblich von den Erfahrungen des Kreises Warendorf profitieren. Als Modellkommune im Projekt „Digitales Baugenehmigungsverfahren“ des Ministeriums hat der Kreis Warendorf echte Pionierarbeit geleistet und bereits im September 2025 einen erfolgreichen Praxistest des durchgängig digitalen Verfahrens durchgeführt. Diese wertvolle Unterstützung unterstreicht, wie bedeutend ein intensiver interkommunaler Austausch ist.

Hintergrund

Mehr zum Bauportal Kreis Steinfurt unter www.kreis-steinfurt.de/bauenonline


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Gemeinsam den Buzzer gedrückt

©  Kreis Steinfurt
Gemeinsam den Buzzer gedrückt

Gaben den offiziellen Startschuss für das voll-digitalisierte Bauantragsverfahren im Kreis Steinfurt: Ina Scharrenbach (M.), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, Landrat Dr. Martin Sommer (2. v. r.), Kreisdirektor Peter Freitag (r.), Carsten Rehers (l.), Bau- und Umweltdezernent des Kreises Steinfurt und Christina Schulze Föcking (2. v. l.), CDU-Landtagsabgeordnete aus Steinfurt.