Meldungsdatum: 20.01.2026

„Viele Bausteine ins Rollen gebracht“

10 Punkte, viele Ziele: Ein Jahr Wolfsburger Wirtschaftsagenda

Wichtige Weichen für die Zukunft stellen und gemeinsam für den Erhalt des Wirtschaftsstandort Wolfsburg arbeiten – dass war die Grundidee, mit der Oberbürgermeister Dennis Weilmann und Wirtschaftsdezernent Jens Hofschröer vor rund einem Jahr den 10-Punkte-Plan für Wolfsburgs Wirtschaft vorgestellt haben. Jetzt lässt sich festhalten: In vielen Vorhaben ist die Stadt Wolfsburg gut vorangekommen, gleichzeitig gibt es weiterhin viel zu tun.

„Es geht um nicht weniger, als um den Erhalt unseres Wirtschaftsstandorts und damit um die Sicherung Wolfsburgs als Wohn-, Lebens- und Arbeitsort für uns und zukünftige Generationen. Wir wollen als Stadtverwaltung aktiver Gestalter sein, der sowohl selbst zukunftsfähige Projekte vorantreibt als auch wichtige Impulse setzt. Wir haben ein intensives erstes Jahr unserer Wirtschaftsagenda erlebt, in dem wir viele Bausteine für Wolfsburg als zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort ins Rollen gebracht haben. Jetzt gilt es, dran zu bleiben, um die weitere Umsetzung mit Mut und Zuversicht voranzutreiben“, zieht Oberbürgermeister Dennis Weilmann eine erste Zwischenbilanz.

„In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich einmal mehr: Erfolg gelingt nur gemeinsam. Unser 10-Punkte-Plan ist deshalb nicht als starrer Maßnahmenkatalog gedacht, sondern als integrative Wirtschaftsagenda, die den Wolfsburger Standort als vernetztes und widerstandsfähiges Ökosystem begreift. Bereits im ersten Jahr haben wir einen verlässlichen Rahmen geboten und einen klaren Kurs eingeschlagen, von dem wir überzeugt sind und ihn als Stadtgesellschaft gemeinsam weitergehen wollen“, ergänzt Jens Hofschröer, Stadtrat für Digitales und Wirtschaft sowie WMG-Geschäftsführer.

 

Wolfsburg als Standort – Innenstadtentwicklung als Faktor

Im ersten Jahr der Wirtschaftsagenda stand vor allem die Entwicklung der Innenstadt im Fokus. Zu nennen sind hier die Sofortmaßnahmen – wie beispielsweise das 3x3 Basketballfeld am Nordkopf – aber auch Großprojekte wie der Grundsatzbeschluss zur Neugestaltung des ZOB, die Pläne zu Lupus am Nordkopf oder das fast fertiggestellte Medical Office. Mit den Abrissarbeiten für die BRAWO Arkaden startete die wohl größte städtebauliche Veränderung für die mittlere Porschestraße und für den Neubau wurde Mitte Januar bereits der Grundstein gelegt. Ebenfalls zu erwähnen sind die beschlossenen Pläne zur Umgestaltung des Kleisparks und des Rathausplatzes, welche ab 2026 in die Umsetzung gehen und grüne Oasen mit hoher Aufenthaltsqualität mitten in der Innenstadt schaffen.

Die einzelnen Bereiche des 10-Punkte-Plans greifen dabei stark ineinander. Zu erkennen ist das unter anderem an der Richtlinie zur Gründungsförderung für Startups. Welche die Innenstadt stärkt und gleichzeitig den Innovationsstandort Wolfsburg ausbaut. Außerdem konnte kurz vor Weihnachten noch die Förderzusage der NBank für das Startup-Zentrum Wolfsburg eingeholt werden. Mit der Premiere des Science BarCamp im November wurde zudem der erste Schritt hin zu einem Wissenschaftsnetzwerk gemacht.

Weiterhin arbeitet die Stadtverwaltung an einem gemeinsamen Campus von TU Braunschweig, Ostfalia und der OpenHybrid Lab Factory (OHLF) als zentraler Leuchtturm für den Wissenschaftsstandort Wolfsburg. Daneben soll es im zweiten Jahr der Wirtschaftsagenda auch einen Pop-up Store zum Thema Wissenschaft und Austausch in der Innenstadt geben.

 

Resilienter Automobilbau, resilientes Wolfsburg

Zentraler Punkt war auch die Verbesserung der Wirtschaftsfreundlichkeit. Hier will die Stadtverwaltung eine Vorreiterrolle einnehmen und richtet daher den Blick vor allem auch nach Innen. Im Mittelpunkt steht dabei eine Verbesserung der Organisation und der Serviceleistung – beispielsweise durch Hilfestellungen, Beratungen und Infotermine. Immer mit dem Blick auf eine Erhöhung der Dienstleistungsqualität, wurden auch strukturell Änderungen vorgenommen. So wurden vor allem durch das Andocken des Geschäftsbereichs Grundstücks- und Gebäudemanagement im Wirtschaftsdezernat Synergien zur Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gehoben. Die neue Abteilung Projektkoordination im Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauberatung bündelt darüber hinaus die Aufgaben zur Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen und arbeitet eng mit der Wirtschaftsförderung der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) zusammen. Damit wird die Wirtschaftsagenda organisatorisch verankert und die Projekte können effizient gesteuert werden.

Gleichzeitig wurden wichtige Beschlüsse für die Weiterentwicklung von Gewerbeflächen eingeholt. Dies betrifft zum einen die Weiterentwicklung des Heinenkamp Ost sowie des Heinenkamp West als auch der Bebauungsplan des Gewerbegebiets Warmenau Ost. Diese sollen potentiellen Investor*innen und Zukunftsbranchen bedarfsgerechte Flächen bieten und Wolfsburg so resilienter machen.

Obgleich der Automobilbau der wichtigste Wirtschaftszweig Wolfsburg ist und bleiben wird. Zentraler Punkt der Wirtschaftsagenda ist daher, die Automobilbranche widerstandsfähiger und vielseitiger zu machen. Hierfür wird auch die Internationale Zulieferer Börse (IZB) weiterhin eine tragende Rolle spielen. Zudem hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit Volkswagen ein Dialogformat mit der Zuliefererbranche ins Leben gerufen.

Dabei richtet sich der Blick auch auf das Ausprobieren und Stärken zukunftsfähiger Angebote und Reallabore. Beispielsweise treibt die Stadt den Ausbau vom Smart Parking auf öffentlichen Parkplätzen voran und erweitert zudem die Ladeinfrastruktur in der Stadt – unter anderem mit neuen Schnellladeparks in der Westerlinge oder am Hallenbad.

 

Gemeinsam Wolfsburgs Zukunft gestalten

Auch auf der emotionalen Ebene erfüllt die Stadt ihre selbstgesetzten Vorgaben. Das neue Logo Wolf auf Burg, das seit Oktober 2025 die Publikationen der Verwaltung ziert, schafft durch seine Geschichte Identifikation und kombiniert dabei Tradition mit Zukunft. Parallel hat die Verwaltung mit der Nachfolge der Leitung der Stabsstelle Ehrenamt eine wichtige Zukunftsfrage für die Unterstützung der Ehrenamtlichen Wolfsburgs beantwortet. Ziel ist es, die ehrenamtliche Arbeit noch stärker zu fördern, um dieses unerlässliche Engagement hervorzuheben. Ein starker und verlässlicher Zusammenhalt der Stadtgesellschaft war und ist ein wichtiger Wolfsburger Erfolgsfaktor.

In dieselbe Kerbe schlägt auch das Bündnis der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister aus den Automobilstandorten Deutschlands. Mit dem 7-Punkte-Papier Für einen starken Automobil-Standort werden die grundlegenden Bedürfnisse der "Autostädte" stark gegenüber den landes- und bundespolitischen Ebene vertreten.

Ein starker Schulterschluss zwischen Stadt und Volkswagen – nicht zuletzt beim Adventsgespräch im Dezember 2025 – zeigt deutlich, dass sich Volkswagen zu Wolfsburg bekennt und die Stadtverwaltung weiterhin der verlässliche Partner des Automobilkonzerns ist.

So treiben die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG die strategische Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts bereits gemeinsam und mit hoher Dynamik voran. Mit der Wolfsburg AG als gemeinsame Tochter wird – unterstützt durch externe Expertise und in enger Zusammenarbeit mit Politik sowie weiteren relevanten Akteur*innen – derzeit intensiv an dem Standortkonzept Wolfsburg 2035+ gearbeitet. Ziel ist es, frühzeitig neue Perspektiven für die wirtschaftliche Zukunft Wolfsburgs zu entwickeln und die vorhandenen Stärken insbesondere rund um die Automobilwirtschaft konsequent weiterzuentwickeln. Dabei setzt Wolfsburg auf den Ansatz der "Verwandten Vielfalt", der auf die gezielte Bündelung und Förderung verwandter Branchen, Kompetenzen und Technologien abzielt. Der ambitionierte Zeitplan unterstreicht den bereits weit fortgeschrittenen Prozess: Bereits bis Frühjahr 2026 soll das Standortkonzept vorliegen und damit die Grundlage für einen anschließenden strategischen Leitbildprozess mit breiter Beteiligung von Bürger*innen, Politik und weiteren Stakeholder*innen bilden.

Alle Informationen zum 10-Punkte-Plan für Wolfsburgs Wirtschaft gibt es auch auf wolfsburg.de/wirtschaftsagenda.

Pressekontakt: Referat Kommunikation und Büro des Oberbürgermeisters, Jan Schildwächter, Tel.: 05361/28-5003