Meldungsdatum: 20.01.2026
Die Stadt Osnabrück schafft ab dem Schuljahr 2026/2027 einen verlässlichen Rahmen dafür, dass Grundschulen im Ganztag eine zusätzliche Abholzeit einrichten können. Über die konkrete Einführung entscheidet jeweils der Schulvorstand. Ziel ist es, Familien mehr Flexibilität zu bieten und zugleich die verlässliche Organisation des Ganztags sicherzustellen.
Die zusätzliche Abholzeit kann frühestens 90 Minuten nach dem Ende der Verlässlichen Grundschulzeit liegen. Schülerinnen und Schüler gelten in diesem Fall für die Personalberechnung der Grundschulen weiterhin als Ganztagskinder. Damit bleiben sowohl die Finanzierung als auch die bestehenden Personal- und Qualitätsstandards im sogenannten Osnabrücker Modell für das Schuljahr 2026/2027 unverändert.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter erklärt: „Wir reagieren mit diesem Schritt auf die Bedarfe vieler Familien – und geben den Schulen zugleich die nötige Planungssicherheit. Die Entscheidung liegt bei den Schulvorständen, die vor Ort am besten einschätzen können, wie groß der Bedarf ist.“
Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann ergänzt: „Uns war wichtig, dass mehr Flexibilität für Familien nicht zulasten der Qualität im Ganztag geht. Mit der zusätzlichen Abholzeit schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, der pädagogische Konzepte, Personalplanung und Finanzierung gleichermaßen berücksichtigt.“
Ergänzend zur zusätzlichen Abholzeit entwickelt die Stadt auch die Rahmenbedingungen für den kooperativen Hort weiter, welche ab dem Schuljahr 2027/2028 in Kraft treten sollen. Künftig soll die Hortbetreuung während der Schulzeit tageweise buchbar sein. Damit entfällt die bisherige Bindung an feste Wochen- oder Freitagsgruppen. Zudem wird die Betreuung im kooperativen Hort während der Schulzeit von der Ferienbetreuung entkoppelt. Das bedeutet: Familien können die Ferienbetreuung unabhängig davon buchen, ob sie das Hortangebot im laufenden Schulbetrieb in Anspruch nehmen – und umgekehrt. Das Ferienangebot der Horte soll bereits ab dem Schuljahr 2026/2027 wochenweise buchbar sein, analog zu anderen städtischen Ferienangeboten.
Mit diesen Anpassungen richtet die Stadt ihr Ganztags- und Betreuungsangebot stärker an den unterschiedlichen Lebensrealitäten von Familien aus. Hintergrund ist eine landesseitige Vorgriffsregelung aus dem Jahr 2024, die zusätzliche Abholzeiten grundsätzlich ermöglicht. In Osnabrück war zunächst auf weitere Abholzeiten verzichtet worden, um dem neu eingeführten Ganztag einen qualitätsorientierten Start zu ermöglichen. Nach einer Phase der Etablierung und intensiver Rückmeldungen aus Schulen und Elternschaft wird das Angebot nun gezielt weiterentwickelt.
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