Meldungsdatum: 27.01.2026

Bilanz 2025: 23,99 Millionen Euro an Eltern ausgezahlt

(pen) 2025 haben im Ennepe-Ruhr-Kreis 3.469 Mütter und Väter Elterngeld beantragt – fast exakt so viele wie 2024 (3.442). Insgesamt wurden über 23.986.742 Euro an Elterngeld ausgezahlt. Im Vergleich zu 2024 ist die Summe der ausgezahlten Gelder damit leicht gesunken (24.501.606).

 

„Viele Eltern suchen und finden individuelle Lösungen und die für sie beste Kombination aus ElterngeldPlus und Basiselterngeld. Dazu zählt beispielsweise die Möglichkeit, die monatliche Zahlung zu halbieren und damit die Laufzeit der Leistung merklich zu verlängern“, berichtet Leon Reese, zuständiger Sachgebietsleiter der Kreisverwaltung. Gesetzesänderungen hätten in der jüngsten Vergangenheit zwar zu einem deutlich erhöhten Beratungsbedarf geführt. „Wir versuchen aber selbstverständlich, für jede Familie gute Lösungen zu finden. Verständliche Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen und Hilfe beim Stellen des Antrages inklusive.“

 

Weitere Zahlen aus der Jahresbilanz der Elterngeldstelle:

 

Insgesamt wurde in der Nebenstelle der Kreisverwaltung in der Wittener Pferdbachstr. 16 b über 4.941 (4.781 in 2024) Anträge entschieden. Davon waren 3.469 (3.442) Erstanträge und 1.472 (1339) Neuberechnungen. In 42 Fällen (53) erhoben die Eltern Widerspruch, 3-mal (3) wurden Klagen eingereicht.

 

Die Anzahl der Väter, die Elterngeld beziehen, war in den letzten Jahren rückläufig. Der Anteil der bewilligten Anträge sank von 31 Prozent in den Jahren 2022 und 2023 über 29,25 Prozent in 2024 auf aktuell 27,3.

 

Neu seit 2025: Das Elterngeld kann vollständig digital beantragt werden. Das Verfahren prüft dabei Plausibilitäten und unterstützt die Eltern beim Ausfüllen. Am Ende zeigt eine Liste alle benötigten Unterlagen, diese können direkt hochgeladen werden. Wichtig zu wissen: Anträge können zwar grundsätzlich erst nach der Geburt abgegeben werden, das frühzeitige Vorbereiten aller erforderlichen Unterlagen ist aber in jedem Fall sinnvoll.

 

„Das Fehlen einzelner Belege oder Dokumente ist der häufigste Grund für Wartezeiten auf den Bescheid. 2025 haben zwischen den Daten der Antragsstellung und der Zustellung durchschnittlich sieben bis acht Wochen gelegen“, berichtet Reese.

 

Stichwort Beratungsangebot der Kreisverwaltung

 

Beraten wird vorwiegend telefonisch. Angeboten wird dies montags bis freitags 8 und 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Erreichbar sind die Elterngeld Expertinnen und Experten der Kreisverwaltung unter den Telefonnummern 02302/9222 -67, -95, -96, -97 und -98.

 

Online finden Interessierte auf der Internetseite der Kreisverwaltung (www.en-kreis.de) unter dem Suchbegriff „Elterngeld“ Informationen, den Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie den Zugang zum Onlineantrag. Wer letzteren nutzen möchte, muss sich im Vorfeld eine BundID einrichten.