Meldungsdatum: 27.01.2026

Lieferschwierigkeiten beim Salznachschub

Landkreis Leer muss Winterdienst einschränken / Es wird ein Notstreuplan aktiviert

Autofahrer und Radfahrer müssen bei anhaltendem Winterwetter in den kommenden Tagen besonders gut aufpassen. Weil es derzeit erhebliche Lieferschwierigkeiten für das dringend benötigte Streusalz gibt, sieht sich der Landkreis Leer gezwungen, seinen Winterdienst einzuschränken. In einer Presseerklärung teilt das zuständige Straßen- und Tiefbauamt mit: „Mit dem, was wir jetzt noch an Vorräten haben, müssen wir haushalten. Das heißt leider, dass wir nicht mehr auf allen Kreisstraßen und Radwegen an Kreisstraßen streuen können. Wir müssen uns zumindest in der nächsten Zeit auf die stark befahrenen Strecken konzentrieren.“

Aufgrund der angespannten Lage wird der Landkreis Leer ab dem heutigen Dienstagabend einen Notstreuplan aktivieren. Was bedeutet das konkret?

Der Landkreis Leer hat wie üblich auch für diese Wintersaison rechtzeitig Salz in ausreichender Menge bestellt. Allerdings können aufgrund der deutschlandweit erhöhten Nachfrage nicht die Mengen nachgeliefert werden, die auf dem Bauhof des Landkreises in Leer-Logabirum aktuell gebraucht werden. Das Unternehmen hat den Landkreis informiert, dass sich wegen der intensiven Nachfrage die Verfügbarkeit an Salz sukzessive verringere und es insgesamt zu längeren Lieferzeiten komme. Bei anhaltendem Winterwetter könnten nicht in allen Fällen Termin- und Mengenvorgaben eingehalten werden.

Trotz der schwierigen Lage wird der Landkreis Leer alles unternehmen, um die Verkehrssicherheit soweit wie möglich auf den Kreisstraßen und Radwegen zu gewährleisten. Die Kolonnen des Straßen- und Tiefbauamtes sind Tag und Nacht im Einsatz. Da der Winterdienst wegen der Verzögerungen bei den Salzlieferung aber eingeschränkt werden muss, bittet der Landkreis alle Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.