Nr. 022 Kreis Steinfurt, 28. Januar 2026
Kreis Steinfurt/Rheine. Der Kreis Steinfurt bestätigt seine Vorreiterrolle im Land NRW bei der Bewilligung von öffentlich gefördertem und bezahlbarem Wohnraum: Mit einer Förderung in Höhe von rund 19,6 Millionen Euro wurde nun die höchste, jemals durch den Kreis Steinfurt zugewiesene Einzelmaßnahme bewilligt. Landrat Dr. Martin Sommer überreichte den Förderbescheid über die Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen an Christoph Büscher, Geschäftsführer der investierenden Firma Büscher. Die Mittel fließen in den Bau einer Wohnanlage mit insgesamt 128 Mietwohnungen im „Europa-Viertel am Waldhügel“ (EuVie) in Rheine. 91 der Wohnungen werden öffentlich gefördert und stehen zukünftig als qualitätsvoller, bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung.
Bei der Förderbescheidübergabe mit Dr. Peter Lüttmann, Bürgermeister der Stadt Rheine, Kreisbaudezernent Carsten Rehers, Vertretern der Firma Büscher sowie Mitarbeitern des Kreisbauamtes und der Stadt Rheine erläuterte Dr. Sommer die Bedeutung der öffentlichen Wohnraumförderung: „Die Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen sind hier bestens angelegt. Die geplante Wohnanlage bietet genau das, was in Deutschland aktuell oft fehlt: bezahlbarer, mietpreisgebundener und qualitätsvoller Wohnraum für alle Generationen.“ „Es ist wichtig, dass solche Projekte hier im Kreis Steinfurt umgesetzt werden“, ergänzte Baudezernent Carsten Rehers und betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Die Akquise der Mittel ist an zahlreiche Voraussetzungen gebunden, die dank eines guten Austauschs zwischen dem Kreisbauamt, der Stadt Rheine und dem Investor erfüllt wurden. Dafür möchte ich mich im Namen des Kreises ausdrücklich bedanken!“
Der Kreis Steinfurt gehört bei der Bewilligung von Mitteln für öffentlich geförderten, bezahlbaren Wohnraum seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Regionen in NRW. 2025 lag die Summe der vom Land NRW bereitgestellten und durch den Kreis Steinfurt bewilligten Fördermittel bei insgesamt mehr als 100 Millionen Euro. Mit dem öffentlichen Wohnungsbau unterstützt der Kreis Steinfurt neben dem Ausbau von bezahlbarem Wohnraum auch die städtebauliche Entwicklung in den Städten und Gemeinden.
Auch aus Sicht der Stadt Rheine ist die Entwicklung des Europa-Viertels am Waldhügel ein großer Erfolg für die gesamtstädtische Wohnraumentwicklung. Die Konversion der ehemaligen militärischen Flächen hat sich als echter städtebaulicher Glücksfall erwiesen.
Bereits auf dem Gelände der ehemaligen General-Wever-Kaserne mit rund 30 Hektar Fläche konnte das Ziel, etwa 600 Wohneinheiten zu realisieren, vollständig erreicht werden. Die bereits 2016 formulierte Zielsetzung, schnell möglichst preisgünstiges Bauland insbesondere für Familien zu schaffen, wurde – auch dank der Wohnraumförderung und der Unterstützung des Kreises Steinfurt – vollumfänglich umgesetzt.
Mit dem Europa-Viertel am Waldhügel auf dem ehemaligen Damloup-Areal wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Auf rund 10,5 Hektar entstehen ebenfalls etwa 600 Wohneinheiten in integrierter urbaner Lage. Das gesamte Quartier ist klar auf das Thema Wohnen ausgerichtet; das nun geförderte Teilprojekt der Firma Büscher fügt sich dabei passgenau in das Gesamtkonzept ein.
„Das Europa-Viertel zeigt beispielhaft, wie moderne Stadtentwicklung gelingen kann: bezahlbarer Wohnraum, kurze Wege, innovative Mobilitäts- und Entsorgungskonzepte sowie ein hoher städtebaulicher und ökologischer Anspruch“, betont Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann. Themen wie nachhaltige Mobilität, der Umgang mit Starkregenereignissen, ein multifunktionaler Grünzug sowie Unterflurmüllcontainer werden hier zukunftsorientiert zusammengedacht. Das Quartier wird daher auch landesweit als vorbildlich wahrgenommen.
„Die Stadt Rheine sieht sich durch die aktuellen Zahlen bestätigt“, so Mark Dieckmann, Beigeordneter für Planen und Bauen: Die Zielmarken des Wohnraumversorgungskonzepts von 2021 wurden bereits nach vier Jahren weitestgehend erreicht – sowohl insgesamt als auch im Bereich der öffentlich geförderten Wohnungen. „Gerade vor dem Hintergrund hoher Genehmigungszahlen, aber weiterhin geringer Umsetzungsquoten im nicht geförderten Wohnungsbau, sind Projekte wie dieses von besonderer Bedeutung“, so Dieckmann weiter.
Ein Dank für die gute Zusammenarbeit gebührt dabei insbesondere auch dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD), das mit seiner herausragenden finanziellen Unterstützung dieses Projekt erst möglich macht.
Freuen sich über die Übergabe des Förderbescheids und das neue Bauprojekt für mehr bezahlbaren Wohnraum im „Europa-Viertel am Waldhügel“: (v.l.n.r.) Carsten Rehers, Baudezernent des Kreises Steinfurt, Mark Dieckmann, Beigeordneter für den Geschäftskreis „Planen und Bauen“ bei der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann, Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, Christoph Büscher, Maik Kleimeyer, Leiter des Sachgebietes „Wohnraumförderung“ im Kreisbauamt, Gerhard Büscher und Jürgen Blömker, Leiter des Kreisbauamtes.
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