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Meldungsdatum: 05.02.2026

Mehrsprachigkeit als Stärke

Kommunales Integrationszentrum unterstützt Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Bereits zum 30. Mal unterstützte das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Soest (KI) Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte beim Übergang in die Ausbildung. Beim Interkulturellen Assessment-Center (IAC) in Soest erhielten 15 Schülerinnen und Schüler jetzt die Möglichkeit, ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen zu zeigen und weiterzuentwickeln. Dabei wurden auch erste Kontakte zu heimischen Betrieben geknüpft.

Ziel des IAC ist es, junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen, sie auf Bewerbungsverfahren vorzubereiten und ihre individuellen Kompetenzen zu stärken. Dabei wird bewusst vermittelt, dass eine andere Herkunftssprache keine Hürde, sondern eine wertvolle Ressource sein kann. Übergeordnetes Ziel bleibt die Vermittlung eines Praktikums- oder Ausbildungsplatzes. Dabei profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die teilnehmenden Unternehmen. Sie nutzen die Veranstaltungen als Chance, motivierte junge Menschen kennen zu lernen und sie bei gegenseitigem Interesse für ihr Unternehmen zu gewinnen.

Nach Lippstadt und Werl bildete die Veranstaltung in Soest den Abschluss der drei diesjährigen Termine. Zugleich war es die 30. Auflage des beruflichen Trainings- und Feststellungsverfahrens, das jährlich an verschiedenen Standorten angeboten wird. Eingeladen waren jeweils Schülerinnen und Schüler der örtlichen Schulen, die unmittelbar vor dem Übergang von der Schule in den Beruf stehen. Wichtige Voraussetzungen sind, dass sie selbst oder ihre Eltern nicht in Deutschland geboren sind sowie gute Deutschkenntnisse. Im Vorfeld nehmen die Jugendlichen an einer Informationsveranstaltung teil und absolvieren einen Online-Fragebogen, um ihre individuellen Fähigkeiten und Stärken einzuschätzen. Das daraus entstehende Interessenprofil dient als wichtige Grundlage für den Veranstaltungstag.

Beim IAC in Soest stellten sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nach einer gemeinsamen Begrüßungsrunde einzeln vor – erst in ihrer Herkunftssprache, dann auf Deutsch. „Es ist wichtig, die Mehrsprachigkeit als Stärke sichtbar zu machen“, unterstreicht Stephanie Wrede, Mitarbeiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Soest. Seit drei Jahren organisiert sie das IAC. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Natalja Schneidmiller und Sabine Körner-Stiller aus dem KI sowie weiteren geschulten Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich „Übergang Schule - Beruf“ begleiteten sie die Jugendlichen durch die Übungen, die gezielt berufliche Kompetenzen sowie Fähigkeiten rund um den Bewerbungsprozess stärken. Auch teilnehmende Unternehmen aus der Region fungierten während der Veranstaltung als Beobachter und hatten dadurch die Möglichkeit potenzielle Auszubildende kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Bei der Veranstaltung in Soest waren Bäckerei und Mühle Vielhaber, Standard-Metallwerke, Ewert Zahntechnik, Debeka, Autoservice Bechheim und Schlüter Baumaschinen vertreten. „Das Interkulturelle Assessment-Center ist mein persönliches Highlight des Jahres!“, berichtet Maik Hartmann von Ewert Zahntechnik begeistert. Besonders schätzt er den direkten Austausch sowie das große Interesse der Schülerinnen und Schüler.

Nach der Selbstpräsentation absolvierten die Jugendlichen eine Gruppenaufgabe, bei der Teamfähigkeit im Fokus stand. Den Abschluss bildete die Simulation eines Vorstellungsgesprächs. Außerdem stand eine Fotostation zur Verfügung, an der Bewerbungsfotos erstellt werden konnten. Das Team des Kommunalen Integrationszentrums sowie die weiteren Beobachterinnen und Beobachter werteten die Übungen aus und besprachen die Ergebnisse in individuellen Reflexionsgesprächen mit den Schülerinnen und Schülern, die zuvor einen Selbsteinschätzungsbogen ausfüllten. Sie erhielten ein Feedback zu ihren beruflichen Stärken sowie Kompetenzen, die noch weiterentwickelt werden können. Im persönlichen Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Betriebe erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praxisnahe Informationen zu Ausbildungsanforderungen und beruflichen Perspektiven.

Betriebe und Unternehmen, die Interesse haben, sich näher zu informieren oder im kommenden Jahr teilzunehmen, können sich an KI-Mitarbeiterin Stephanie Wrede wenden (Telefon 02921/30-2975, E-Mail stephanie.wrede@kreis-soest.de).

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Pressekontakt: Pressestelle, Hannah Osterhoff, Telefon 02921/30-3733


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Teamwork beim "Tower of Power"

©Hannah Osterhoff
Teamwork beim

Bei der Gruppenaufgabe „Tower of Power“ waren Teamarbeit und Kommunikation gefragt. Heinz-Georg Bechheim (Autoservice Bechheim), Natalja Schneidmiller (Kommunales Integrationszentrum) und Arvid Riepe (Integrationscoach vom Jobcenter) (hinten v. l.) testeten die Aufgabe anschließend selbst. Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest


Interkulturelles Assessment-Center

©Hannah Osterhoff
 Interkulturelles Assessment-Center

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten sich beim Interkulturellen Assessment-Center in ihrer Herkunftssprache und auf Deutsch. Anschließend kamen sie mit dem Team des Kommunalen Integrationszentrums sowie Vertreterinnen und Vertretern lokaler Unternehmen ins Gespräch. Foto: Hannah Osterhoff/ Kreis Soest


 

Die Kreisverwaltung Soest im Überblick:

Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.600 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Mit dem Kreistag ist sie Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in vielen Bereichen wie Bildung, Jugend, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Soziales und Gefahrenabwehr war. Sie betreibt den Rettungsdienst, zwei Zulassungsstellen, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag gestaltet und kontrolliert mit seinen Mitgliedern die Aufgabenwahrnehmung.

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