Meldungsdatum: 02.02.2026

Das Porträtmedaillon von Wilhelm Bracke

- Vortragsreihe „Exponat des Monats“

Gundolf Algermissen hält am Sonntag, 8. Februar und am Donnerstag, 12. Februar, jeweils um 15 Uhr, in der kleinen Dornse, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7, einen Vortrag über den politischen Agitator, Verleger, Publizist, Druckereibesitzer und Philantrop Wilhelm Bracke. Exponat des Monats ist das Porträtmedaillon von Bracke, das in der industriegeschichtlichen Ausstellung „Mensch, Maschine!“ zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

 

Wilhelm Bracke gründete in den 1860er Jahren mehrere Vereine in Braunschweig. 1870 wurde er inhaftiert und ins ostpreußische Lötzen überstellt, weil er sich in einem Flugblatt gegen den französisch-preußischen Krieg ausgesprochen hatte.

 

Von 1877 bis 1879 war Bracke Mitglied des deutschen Reichstags. Aus gesundheitlichen Gründen zog er sich dann zurück. Ab 1869 stand er in Kontakt mit Karl Marx und Friedrich Engels, diese Verbindung hatte lebenslang Bestand.

 

1871 gründete Bracke eine Druckerei und den Verlag Wilhelm Bracke jr. Braunschweig, der vorrangig sozialistische Schriften herausgab. Ab Oktober 1871 wurde die Tageszeitung „Volksfreund“ in der Druckerei hergestellt. Bis 1878 erschienen dort über 60 Bücher und zahlreiche politische Publikationen. In diesem Jahr wurde das „Sozialistengesetzes“ erlassen. Damit war das Ende der verlegerischen Tätigkeit Brackes abzusehen. 1880 verkaufte er seine Druckerei an vier Mitarbeiter.


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Portraitmedaillon von Wilhelm Bracke, 1969, Braunschweig, Gips

©  Städtisches Museum Braunschweig
Portraitmedaillon von Wilhelm Bracke, 1969, Braunschweig, Gips