Meldungsdatum: 09.02.2026
Jede versicherte Person besitzt, wenn kein Widerspruch eingelegt wurde, seit Januar 2025 eine elektronische Patientenakte, kurz ePA. Dort finden sich persönliche Gesundheitsdaten, wie Diagnosen, Laborergebnisse oder ärztliche Berichte. Patienten entscheiden selbst, wer ihre Daten einsehen darf. Dies ist nur einer von vielen Gründen, warum die ePA eingeführt wurde: Erhöhte Datensicherheit durch einen kontrollierten Zugang, aber auch Verbesserung der Versorgung durch ein schnelleres und unkomplizierteres Zugreifen auf die Daten. So können Fehler minimiert und in Notfällen schneller agiert werden. Außerdem können in einem gemeinsamen Netz die verschiedenen Gesundheitsdienstleisterinnen- und leister potenziell besser miteinander kommunizieren.
Um die ePA einzurichten, wird zunächst eine digitale Gesundheitskarte benötigt. Außerdem ist es notwendig, sich bei einer geeigneten ePA-App anzumelden, welche als persönlicher Zugang zur elektronischen Patientenakte dient und mit der sich die ePA aktivieren lässt. Dazu ist eine Authentifizierung über die Gesundheitskarte und gegebenenfalls eine PIN oder ein Passwort erforderlich. Die Krankenkasse verschickt in der Regel eine Einladung zur Aktivierung, die dann in der App bearbeitet und abgeschlossen wird. Nach der Aktivierung können Gesundheitsdaten eingetragen werden, die in vielen Fällen jedoch auch automatisch von den Arztpraxen oder Kliniken hochgeladen werden.
Was bringt die ePA für Vorteile?
Die elektronische Patientenakte (ePA) erleichtert vor allem im Alltag viele organisatorische Dinge: Papierakten müssen nicht mehr hin- und hergeschickt werden, Termine lassen sich effizienter vorbereiten, und administrative Aufgaben wie Abrechnungen oder Überweisungen werden vereinfacht. Dies reduziert den bürokratischen Aufwand und verkürzt Wartezeiten für alle Beteiligten. Darüber hinaus profitieren Patienten direkt von der ePA, wenn es um die Übersicht über langfristige Behandlungen chronischer Erkrankungen geht. Sie behalten einen klaren Überblick über Befunde, Impfungen oder Medikamente, was besonders bei Zweitmeinungen oder komplexen Behandlungsplänen hilfreich ist.
Es gibt jedoch auch Kritik an der ePA, wie beispielsweise die Akzeptanz bei insbesondere älteren Patienten oder Menschen ohne digitalen Zugang. Auch viele Ärzte zeigen sich anfangs skeptisch, da die Umstellung auf digitale Systeme zusätzlichen Aufwand mit sich bringen kann. Außerdem gibt es Datenschutzbedenken - trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen gibt es immer wieder Diskussionen darüber, ob die elektronischen Patientenakten in einem zunehmend vernetzten Gesundheitssystem ausreichend gegen Hackerangriffe und Missbrauch geschützt sind. Auch die technologische Umsetzung der ePA ist teilweise kompliziert. Hier sind noch Verbesserungen nötig, um eine flächendeckende Nutzung der ePA zu ermöglichen. Diese soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt und ausgebaut werden.
Angebote vor Ort
Der Mobile Gesundheitskiosk des Kreises Unna setzt sich im Rahmen seiner Beratungsarbeit mit der Thematik der elektronischen Patientenakte (ePA) auseinander. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern einen verständlichen Zugang zu diesem wichtigen Baustein der digitalen Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Der mobile Gesundheitskiosk informiert über Funktionen, Nutzen und Voraussetzungen der ePA und unterstützt dabei, Unsicherheiten oder Fragen im Umgang mit digitalen Gesundheitsanwendungen abzubauen. Im persönlichen Gespräch bietet der Mobile Gesundheitskiosk eine niedrigschwellige und individuelle Beratung an und hilft dabei, die elektronische Patientenakte besser einzuordnen und sinnvoll zu nutzen. Damit leistet der Mobile Gesundheitskiosk einen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz und klärt über digitale Lösungen im Gesundheitswesen auf. Mehr Infos zum mobilen Gesundheitskiosk finden sich hier: www.kreis-unna.de/mobiler_gesundheitskiosk.
Der vollständige Bericht sowie ein FactSheet mit den wichtigsten Punkten zur elektronischen Patientenakte sind online abrufbar unter www.kreis-unna.de/gesundheit .
Außerdem wurde eine Online-Abstimmung eingeführt, bei der Bürgerinnen und Bürger selbst mitbestimmen können, welche Themen in den folgenden Gesundheitsberichten platziert werden sollen. Diese Neuerung ermöglicht es, die Reihe noch stärker an den Interessen und Bedürfnissen der Bevölkerung auszurichten. Die Abstimmung für die Themen ist unter folgendem Link möglich: https://kreisunna.lamapoll.de/AbfrageThemenJahresplanung . PK | PKU
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