Meldungsdatum: 09.02.2026
In ihrem Vortrag zur Erinnerungskultur im Emsland berichten Gerhard Kromschröder und Hermann Vinke am 12. März um 19 Uhr über die lange verdrängte Geschichte der Emslandlager und die Rolle des Friedensnobelpreisträgers Carl von Ossietzky. Der Eintritt ist frei.
In den 1960er Jahren drohte die KZ-Vergangenheit des Emslandes in Vergessenheit zu geraten. Zwei junge Redakteure der „Ems-Zeitung“, Gerhard Kromschröder und Hermann Vinke, stellten sich dieser Verdrängung entgegen. Trotz massiver Widerstände vor Ort berichteten sie immer wieder über die Verbrechen in den 15 Emslandlagern während der NS-Zeit und rückten insbesondere das Schicksal ihres prominentesten Häftlings, Carl von Ossietzky, in die öffentliche Wahrnehmung.
Der Vortrag zeichnet ein eindrückliches Bild der damaligen Erinnerungsabwehr im Emsland und zeigt, welchen persönlichen Preis die beiden Journalisten für ihr Engagement zahlten: Sie verloren ihre Arbeitsplätze. Heute jedoch steht auf dem Gelände des ehemaligen KZ Esterwegen eine Gedenkstätte, in der Carl von Ossietzky einen würdigen Platz gefunden hat. Damit ist er symbolisch an den Ort seines Leidens zurückgekehrt – als Mahner gegen die heute wieder erstarkenden Feinde der Demokratie.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem „Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück“.
Museumsquartier Osnabrück
Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
www.museumsquartier-osnabrueck.de
Öffnungszeiten: Di - Fr 11-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr
Pressekontakt: Claudia Drecksträter, 0541/323-4581 dreckstraeter@osnabrueck.de
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
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