Meldungsdatum: 11.02.2026
Mit einem zentralen Kapitel deutscher und europäischer Geschichte startet die stadt- und regionalgeschichtliche Vortragsreihe von Stadtarchiv und Volkshochschule (VHS) Iserlohn in das erste Halbjahresprogramm 2026. Am Dienstag, 17. Februar, eröffnet Dr. Dirk Ziesing aus Bochum die Reihe mit dem Vortrag „Iserlohn und der Deutsch-Französische Krieg 1870/71“.
Beginn ist um 18.30 Uhr im Fanny-van-Hees-Saal der VHS im Stadtbahnhof, Bahnhofsplatz 2. Der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dabei richtet der renommierte Militärhistoriker, der seit vielen Jahren zur westfälischen Militärgeschichte des 19. Jahrhunderts forscht und zahlreiche Publikationen herausgegeben hat, den Fokus bewusst auf die lokale Ebene: Wie erlebte Iserlohn den Krieg von 1870/71? Welche Spuren hinterließ er in der Stadtgesellschaft? Und welche individuellen Schicksale verbergen sich hinter den Zahlen?
Dr. Ziesing zeichnet die politischen und militärischen Entwicklungen vom Kriegsausbruch bis zur Proklamation des Deutschen Kaiserreichs am 18. Januar 1871 in Versailles nach und beleuchtet zugleich die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort. Im Mittelpunkt stehen Iserlohner Kriegsteilnehmer, ihre Erfahrungen an der Front sowie ihre weiteren Lebenswege. Ebenso thematisiert der Vortrag die Erinnerungskultur: Mehr als 40.000 Tote auf deutscher Seite führten in vielen Städten und Gemeinden zur Errichtung von Denkmälern – auch in Iserlohn und den umliegenden Orten.
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