Meldungsdatum: 18.02.2026
Unterstützung beim Einkauf, Gesellschaftsspiele spielen, gemeinsame Spaziergänge, Fahrdienste zum Arzt, kleine Hilfen im Haushalt: Die sogenannte Nachbarschaftshilfe kann für Pflegebedürftige eine niedrigschwellige Unterstützung im Alltag oder Haushalt sein. Damit dient sie vor allem auch als Entlastung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Finanziert werden kann diese bereits ab Pflegegrad 1 mithilfe des Entlastungsbetrags der Pflegeversicherung. Um sich über dieses wichtige Thema auszutauschen, haben Ruth Weddeling, Leiterin der Fachabteilung Hilfe zur Pflege, und Lena Schlamann, Sozialplanerin des Kreises Borken, jetzt Vertreterinnen und Vertreter aus den Sozialämtern der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet sowie Anbieter von Qualifizierungskursen zur Nachbarschaftshilfe zu einem Austauschtreffen „Marktplatz Nachbarschaftshilfe“ ins Borkener Kreishaus eingeladen.
Die große Herausforderung beim Thema Nachbarschaftshilfe ist das Zusammenbringen von Pflegebedürftigen und engagierten Nachbarschaftshelfenden. Christian Tewiele von der Stadt Bocholt stellte die Idee aus Bocholt vor: Sie haben einen „Marktplatz Nachbarschaftshilfe“ eingeführt. Das sind regelmäßige Veranstaltungen, bei der sich beide Seiten, also Senioren und (zukünftige) Nachbarschaftshilfen in entspannter Atmosphäre unverbindlich kennenlernen können. Dabei ging es darum, die Idee des Marktplatzes – von der Planung über die Umsetzung bis hin zu ersten Erfahrungen – als Inspiration zu teilen. Denn: Es ist deutlich geworden, dass die Voraussetzungen in den Städten und Gemeinden sehr unterschiedlich sind. Ein einheitliches Modell ist daher nicht zielführend. Der Ausblick zeigt aber: Einige Kommunen sind bereits dabei, eigene Formate und Ideen zu entwickeln. „Der offene und konstruktive Austausch hat noch einmal wichtige Impulse und Denkanstöße gegeben“, resümierten Ruth Weddeling und Lena Schlamann.
Pressekontakt: Anna-Maria Levers 02861/681-2429
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