Meldungsdatum: 19.02.2026

Mobiler Escape Room erneut in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer

Termine sind online buchbar | Kooperation mit Polizeiinspektion Leer/Emden

Vom 6. bis zum 22. März wird das mobile Escape Room Game namens „Fixing the Boat – Findung Identity” erneut in der Ehemaligen Jüdischen Schule Leer, Ubbo-Emmius-Straße 12 in Leer, angeboten. Es richtet sich sowohl an Jugendliche ab 16 Jahren als auch an Erwachsene. Von freitags bis samstags können sich Interessierte kostenlos Termine buchen. „Der Escape Room verbindet Lernen mit Spaß und sensibilisiert dabei gleichzeitig zu Antisemitismus und Diskriminierung im Allgemeinen“, sagt Landrat Matthias Groote in einer Mitteilung des Landkreises. „Themen, die leider aktueller denn je sind.“

Das Teamspiel bietet die Ehemalige Jüdische Schule Leer im zweiten Durchlauf gemeinsam mit der Polizeiinspektion Leer/Emden an. „Die Polizei beteiligt sich an diesem besonderen Projekt und setzt damit ein sichtbares Zeichen für demokratische Werte, Toleranz und Respekt“, heißt es in der Mitteilung. Während der Escape Room an den Wochenenden allen Interessierten zur Verfügung steht, sind Mitarbeitende der Polizeiinspektion unter der Woche auf dem nachgeahmten Schiff im Einsatz. „Durch die Teilnahme am Escape Room möchte die Polizei verdeutlichen, wie wichtig ein gemeinsames Verständnis für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft sind“, heißt es weiter. Das Engagement zeigt, dass Demokratie von Begegnung, Dialog und Zusammenarbeit lebt – genau wie das Lösen der Rätsel im Escape Room selbst.

Ab dem 26. Februar, 12 Uhr, ist das Buchungsportal online unter www.ejs-leer.de/escape-room geöffnet. Auf dieser Seite gibt es auch weitere Informationen.

Worum geht es?

Ein Team von 4 bis maximal 6 Personen bekommt Aufgaben zu lösen. Das Teamspiel beschäftigt sich mit den Fragen „Wer bin ich und was macht mich aus?“. Das geschieht im Fluchtraum eines Bootes, das im Meer treibt und zu sinken droht. Während des Spiels ist die Tür geschlossen. Sie öffnet sich erst, wenn die Aufgaben gelöst sind. Sechs mal drei Meter groß ist der Raum. Menschen ab 16 Jahren lösen gemeinsam eine Aufgabe. Sie lautet: Da ein Sturm aufzieht, müssen sie das Boot schnell reparieren, um nicht zu sinken. Schaffen sie es nicht, geht mehr als nur das Boot unter. Um die Mission zu lösen, ist Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Teamfähigkeit gefragt. Das Spiel dauert mit Einführung und Reflexion gut 2 Stunden.

Hintergrund

„Fixing the Boat – Findung Identity” ist deutschlandweit das erste Escape Room Game, das sich der jüdischen Lebenswelt widmet und sich durch einen kulturpädagogischen Ansatz auszeichnet. Es soll ein tieferes Verständnis für jüdisches Leben, Kultur und Vielfalt der Identitäten wecken und Vorurteilen und Ressentiments vorbeugen. Träger des Projekts ist SABRA, die „Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus“ des Landes Nordrhein-Westfalen und ist ein Angebot gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Es richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.

Über Escape Rooms

Escape Rooms erfreuen sich großer Beliebtheit. Angefangen haben die Fluchtspiele, bei denen Rätsel gelöst werden müssen, um so aus einem Raum zu entkommen, allerdings auf virtueller Ebene. Bekannt geworden sind sie durch Online-Portale.