Meldungsdatum: 25.02.2026

Netzwerktreffen stärkt Gewaltschutz im Kreis Recklinghausen

Rund 40 Fachkräfte aus Beratungsstellen, Frauenhäusern, Jugendämtern, Polizei, Präventions- und weiteren Hilfeeinrichtungen kamen am Dienstag, 24. Februar, im Ratssaal in Castrop-Rauxel zum Kreisweiten Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen zusammen. Eingeladen hatte die Koordinierungsstelle Gewaltschutz für Frauen und Mädchen – zuständig für die Umsetzung der Istanbul-Konvention im Kreis Recklinghausen.

Im Mittelpunkt des Treffens stand ein Fachvortrag von Veronika Kendzia, Diplom-Sozialarbeiterin und Fachberaterin für Psycho-Traumatologie. Unter dem Titel „Substanzgebundene Sucht und Verhaltenssüchte als Risikofaktoren bei häuslicher Gewalt“ erläuterte sie die Zusammenhänge zwischen Suchterkrankungen und häuslicher Gewalt. Sie verdeutlichte, dass sowohl Alkohol- und Substanzkonsum als auch Verhaltenssüchte, etwa Glücksspielsucht, Risikofaktoren für gewalttätiges Verhalten sein können. Darüber hinaus betonte sie die Wichtigkeit einer sensiblen Ansprache und Entstigmatisierung von Betroffenen. „Sucht ist keine Charakterschwäche, sondern eine Krankheit“.

Zum Abschluss stellte Janet Orlando das „B-Fair“-Projekt des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Recklinghausen vor. Das Projekt richtet sich insbesondere an Frauen mit Beeinträchtigungen und/oder Lernschwierigkeiten. Ziel ist es, sie darin zu stärken, selbstbestimmt und unabhängig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dabei werden barrierearme Zugänge zu Beratung und Unterstützung geschaffen sowie individuelle Ressourcen gefördert.

Das Netzwerk tagt dreimal jährlich an wechselnden Orten im Kreis. Die nächste Sitzung findet am 17. Juni 2026 in Dorsten statt.

Interessierte Einrichtungen und Fachkräfte, die sich vernetzen möchten, können Kontakt aufnehmen unter: ik@gewaltschutz-kreis-re.de

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de


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Kreisweiten Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen

©  Anna Weber
Kreisweiten Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen