Meldungsdatum: 26.02.2026
Mit dem Hitzeaktionsplan schafft die Stadt Hamm eine wichtige Grundlage, um die Bevölkerung besser vor gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen und die Stadt langfristig klimaresilient aufzustellen.
In der anstehenden Ratsrunde wird der Hitzeaktionsplan (HAP) für die Stadt Hamm in den politischen Gremien vorgestellt und soll zustimmend zur Kenntnis genommen werden. Der HAP bildet den strategischen Rahmen zur Stärkung der Hitzeresilienz der Stadt Hamm. Grundlage sind umfassende Analysen der Ist-Situation und ein sehr breit angelegter Beteiligungsprozess. „Gemeinsam haben wir Maßnahmen entwickelt, die unsere Stadt widerstandsfähiger gegenüber Hitze machen und gleichzeitig die Lebensqualität für alle Bürger:innen verbessern“, erklärt Oberbürgermeister Marc Herter.
Daten zeigen Handlungsbedarf
Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Hitzeereignissen stellen Städte und Gemeinden vor wachsende Herausforderungen, nicht nur in Hamm. Besonders betroffen sind vulnerable Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte sowie sozial benachteiligte Personen. Prognosen gehen von einer weiteren Zunahme hitzebedingter Erkrankungen und von Todesfällen aus, die insbesondere in Extremphasen das Gesundheitssystem stark belasten werden.
„Die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 °C ist deutlich gestiegen: Gab es in den Jahren 1951 bis 1980 durchschnittlich etwa vier heiße Tage pro Jahr, haben sie sich zwischen 1991 bis 2020 mit durchschnittlich neun Tagen mehr als verdoppelt – Tendenz steigend“, sagt Volker Burgard, Dezernent für Klima, Umwelt und Migration. Im Klimafolgenanpassungskonzept der Stadt aus 2021 findet sich daher die Maßnahme „Hamm bleibt gesund trotz Klimawandel.“
Darauf aufbauend wurde in den Jahren 2024 bis 2025 ein Hitzeaktionsplan (HAP) entwickelt. Umweltamt und Gesundheitsamt erarbeiteten den Plan in enger Zusammenarbeit und mit großer Unterstützung aus der Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Schüler:innen, Verwaltung und Stakeholder:innen machten mit
Für die Beteiligungsformate fanden viele intensive Veranstaltungen statt, an denen 900 Menschen teilnahmen. Insgesamt waren rund 250 Personen im Rahmen der Beteiligungstermine anwesend, 65 Personen haben bei der Erstellung der Karte der kühlen Orte mitgewirkt, 385 Personen haben an der Online-Umfrage zum Bedarf der Hitzeprävention teilgenommen und 200 Schüler:innen haben an einem Hitze-Aktionstag teilgenommen. Dazu Oberbürgermeister Marc Herter: „Wir als Verwaltung sind gefordert, aber auch jede und jeder Einzelne kann mithelfen, Hamm zu einer hitzeresilienten Stadt zu machen.“
Die Hitzeaktionsplanung versteht sich als kontinuierlicher Prozess der Vorbereitung, Koordination, Umsetzung und Weiterentwicklung. Die Maßnahmen sind den Handlungsfeldern „Risikokommunikation“, „Management von Akutereignissen“ und „Klimaangepasste Stadtentwicklung“ zugeordnet.
Außerdem gibt es einen Aktionsplan: Dort finden sich kurzfristig umsetzbare und bereits angestoßene Maßnahmen. So wird beispielsweise die Karte der kühlen Orte weitergeführt. Informationsmaterialien für die verschiedenen vulnerablen Gruppen sind in Arbeit. Im Frühjahr und Herbst gibt es das Angebot, sich im Hitzenetzwerk zu treffen und zusammenzuarbeiten. Insgesamt ist das Ziel, die Bevölkerung wirksam vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schützen und die Lebensqualität trotz Klimakrise langfristig zu sichern.
Weitere Informationen
Wenn der Rat den Hitzeaktionsplan zustimmend zur Kenntnis nimmt, wird im März die Publikation „Gemeinsam stark gegen Hitze! Hitzeaktionsplan Hamm“ für die Bürger:innen mit den zentralen Ergebnissen und Hitzetipps veröffentlicht. Sie wird unter anderem unter www.hamm.de/hitze abrufbar sein. Dort finden sich bereits jetzt Informationen über das Thema Hitze. In der Hamm-App finden sich im Bereich „Klima“ seit vergangenem Sommer Hitzetipps für die Hosentasche.
Auf dem Foto zu sehen sind (von links): Silke Bielefeld (Umweltamt), Tobias Garske (Klimaschutzmanager), Lisa Nowak (Vorsitzende Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Naturschutz), Klara Windhausen (Umweltamt), Oberbürgermeister Marc Herter und Volker Burgard (Dezernent für Klima, Umwelt und Migration).
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