Meldungsdatum: 05.03.2026

Gesprächskreis zur Bocholter Stadtgeschichte: Einblicke in die Westfälische Textilregion

Harte Konkurrenz oder friedliche Kooperation? Die Arbeitsteilung zwischen Bocholt, Borken, Nordhorn & Co. in der westfälischen Textilregion bis zum Zweiten Weltkrieg

Am Mittwoch, den 25. März 2026 um 18.30 Uhr lädt die Stadt Bocholt zum Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte in das Medienzentrum (Alter Bahnhof) in Bocholt ein. Gast ist die Wirtschafts- und Unternehmenshistorikerin Prof. Dr. Stefanie van de Kerkhoff (Uni Mannheim), die sich in ihrem Vortrag mit der Arbeitsteilung in der westfälischen Textilregion bis zum Zweiten Weltkrieg zwischen Bocholt, Borken und Nordhorn unter der Frage „Harte Konkurrenz oder friedliche Kooperation?“ auseinandersetzt.

Sie wird die spannende Textilgeschichte der Region im Kaiserreich und in der Weimarer Republik in allgemeinverständlicher Weise darstellen. Im Anschluss an den Vortrag laden die Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg und das Stadtarchiv zur Diskussion mit der Referentin ein. Die Moderation übernimmt Stadtarchivarin Renate Volks-Kuhlmann. Der Eintritt ist frei.

Obwohl Westfalen bis heute durch die Vielfalt und Größe seiner Agrarbetriebe hervorsticht, hat es auch eine reiche Industriegeschichte vorzuweisen. Zwar kamen Eisenbahn und Fabrikbetriebe erst später als in die Industriestädte des Rhein-Ruhr-Reviers, aber die Textilindustrie blühte mit der Hochindustrialisierung auch in Bocholt, Borken, Nordhorn und anderen Städten der westfälischen Textilregion auf.

Das LWL-Textilwerk in Bocholt gibt bis heute Zeugnis dieser Zeit mit Webstühlen und Maschinen aus Bocholt und Borken. Doch welche Rolle spielten die unterschiedlichen Städte und Unternehmen wie van Delden, Herding, Lühl, Bierbaum & Lünenborg, Gebr. Büning, Wilh. Wülfing u. Co. oder Nino und Povel? Gab es nur harte Konkurrenzen oder entwickelte sich eine Arbeitsteilung in der Region, die auch eine friedliche Kooperation oder zumindest Koexistenz hervorbrachte? Welche Rolle spielten Infrastrukturen wie der Anschluss an das überregionale Eisenbahnnetz, die Gas-, Wasser- und Stromversorgung?

Der Gesprächskreis Bocholter Stadtgeschichte ist eine Kooperation der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg mit dem Stadtarchiv. Historiker und Historikerinnen stellen ihre Forschungsthemen vor und stellen sich im Anschluss der Diskussion mit dem Publikum. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes statt.

Anmeldungen sind auf vhs.bocholt.de oder via E-Mail an stadtarchiv@bocholt.de möglich.

 

Pressekontakt: Stadt Bocholt, Büro des Bürgermeisters, Presse- und Informationsdienst, Tobias Rodig, tobias.rodig@bocholt.de


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Historische Postkarte von 1925

Stadtarchiv Bocholt Bildsammlung Nr. 6276
Historische Postkarte von 1925

Textilindustrie in Bocholt auf einer Historischen Postkarte von 1925 mit der Brücke für den Zug nach Borken. Am Ufer der Bocholter Aa befinden sich die Aktiengesellschaft für Baumwollindustrie (heute LernWerk) und im Hintergrund die Spinnerei und Weberei Herding (heute LWL-TextilWerk)


Vortrag zur Textilindustrie in Westfalen

Prof. Dr. Stefanie van de Kerkhoff
Vortrag zur Textilindustrie in Westfalen

Referentin Prof. Dr. Stefanie van de Kerkhoff