Meldungsdatum: 06.03.2026

Update aus dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Grünflächen

Der Mehrgenerationen-Spielplatz am Hennewiger Weg sorgt erneut für Diskussionen: Die Politik sieht die Genossenschaft „Leben in Nachbarschaft“ (LiNa) in der Pflicht, den Spielplatz wie angekündigt attraktiver zu gestalten – ein neues Spielgerät auf Kosten der Stadt wird es nicht geben. Daneben ging es im Ausschuss auch um Hochwasserschutz, die Wärmeplanung und neue Schritte beim Klimaschutz.

Kein neues Spielgerät für den Mehrgenerationen-Spielplatz am Hennewiger Weg

Einstimmig entschied sich die Politik dagegen, dass die Stadt auf eigene Kosten ein Spielgerät im Wert von 10.000 Euro für den Spielplatz auf dem Grundstück der Genossenschaft „Leben in Nachbarschaft“ (LiNa) am Hennewiger Weg anschafft. Die Verwaltung hatte geplant, den Spielplatz damit attraktiver zu gestalten und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Politik war sich hingegen einig, dass diese Verpflichtung der Genossenschaft obliegt. 2014 hatte die Stadt den Spiel- und Bolzplatz zu günstigen Konditionen an diese verkauft – allerdings unter der Prämisse, dass eine attraktive, öffentliche Spielfläche erhalten bleibt. LiNa hatte in Aussicht gestellt, einen Garten mit Mehrgenerationen-Spielplatz zu errichten. Hier sieht die Politik Defizite. 

Hochwasserschutz: Lippedeichumbau HaLiMa in Haltern erfolgreich abgeschlossen

Nach fast 10 Jahren Bauzeit gibt es gute Nachrichten für Lippramsdorf: Der Umbau der Lippedeiche ist offiziell fertiggestellt. Während auf der Südseite in Marl die Bauarbeiten noch bis Ende 2027 andauern werden, entsteht bereits zwischen den Deichen eine 60 Hektar große Aue mit wertvollen neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Projektleiter Gerhard Formanowicz vom Lippeverband zeigte im Ausschuss das erhebliche Ausmaß des Projekts mit beeindruckenden Drohnenaufnahmen.

Kommunale Wärmeplanung: Bestandsanalyse bildet das Fundament

Wie heizen wir in Zukunft? Um diese Frage zu beantworten, hat die Stadtverwaltung eine umfassende Bestandsanalyse durchgeführt. Dafür wurden Daten der Stadtwerke, der Schornsteinfeger und offizielle Statistiken ausgewertet, um den aktuellen Energieverbrauch genau unter die Lupe zu nehmen. Ein erster „Wärmetisch“ im Januar brachte zudem Fachleute aus Handwerk, Landwirtschaft und Finanzwesen zusammen, um gemeinsam an Strategien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu arbeiten. Aktuell werden Status quo und Potenziale ermittelt. 

Startschuss für das „Vorreiterkonzept Klima“

Haltern am See möchte beim Klimaschutz vorangehen und hat nun das erfahrene Planungsbüro „intep“ aus München mit der Erstellung eines Vorreiterkonzeptes beauftragt. Das Team, das bereits erfolgreich ein ähnliches Konzept für die Stadt Freising umgesetzt hat, stellte im Ausschuss die nächsten Schritte sowie die geplanten Beteiligungsformate für Politik und Öffentlichkeit vor. 

Neue Regeln für Klimaversprechen

Die Kommunikation der gesetzten Klimaziele wurden nun an aktuelle EU-Vorgaben gegen „Greenwashing“ angepasst. Begriffe wie „klimaneutral“ dürfen künftig nur noch mit einem konkreten, öffentlichen Umsetzungsplan verwendet werden. Da dieser Fahrplan aktuell im „Vorreiterkonzept Klima“ erarbeitet wird, pausiert die Stadt vorübergehend die Nutzung ihres Klimalogos, um bis zum Abschluss der Planung Ende 2026 die Rechtssicherheit und Transparenz zu gewährleisten.