Meldungsdatum: 09.03.2026

Mehr Transparenz und Effizienz bei Bauprojekten

Bauinvestitionscontrolling stärkt die Steuerung kommunaler Hochbauprojekte

Münster (SMS) 739 Millionen Euro will die Stadt Münster bis 2030 in Hochbauprojekte investieren. Die Kosten der städtischen Bauvorhaben hat seit April 2025 das neu aufgestellte Bauinvestitionscontrolling im Blick und dabei erste Einsparungen in Millionenhöhe angestoßen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Stabsstelle Bauinvestitionscontrolling jetzt vorgelegt hat.

„Angesichts der angespannten Haushaltslage müssen wir uns beim Bauen stärker auf das Notwendige fokussieren. Die konsequente Umsetzung des Schulbauprogramms und die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden haben dabei hohe Priorität“, ordnet Stadtdirektorin und Kämmerin Christine Zeller die Ziele des Controllings ein. Seit 2017 wurden bereits etwa 524 Millionen Euro in den Schulbaubereich investiert.

Die kontinuierlichen Investitionen in den Gebäudebestand verdeutlichen, dass neben Neubauvorhaben auch die Sicherung, Ertüchtigung und nachhaltige Weiterentwicklung des vorhandenen Immobilienportfolios einen zentralen Bestandteil der strategischen Investitionsausrichtung darstellen.

Um die Transparenz, Steuerung und Effizienz der zahlreichen parallellaufenden Projekte zu erhöhen, gewinnt eine strukturierte Steuerung von Bauinvestitionen weiter an Bedeutung. Ziele sind dabei insbesondere die Erhöhung der Flächeneffizienz, die regelmäßige Kostenkontrolle und die transparente Kommunikation der Ergebnisse. Dadurch werden nicht nur die Kosten für den Bau selbst, sondern auch Folgekosten etwa für Abschreibungen, Reinigung und Instandhaltung gesenkt. Auch der Energieverbrauch wird so reduziert - und damit auch die CO2-Emissionen.

Die Betrachtung der Projekte durch die neue Einheit ermöglicht einen neutralen Blick. Dadurch kann bereits in frühen Planungsphasen gezielt und effizient auf die Planung eingewirkt werden. So konnten beispielsweise bei der Erweiterung der Schulzentren Wolbeck und Hiltrup sowie beim Neubau der Sporthalle am Hans-Böckler-Berufskolleg durch eine optimierte Grundrissgestaltung deutliche Einsparpotenziale realisiert werden, ohne das geplante Raumprogramm einzuschränken.

Neben der Suche nach Einsparmöglichkeiten ist die regelmäßige Kostenkontrolle über alle Projektphasen hinweg ein Ziel des Bauinvestitionscontrolling. Das interdisziplinär aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Architektur besetzte Team hat dazu ein Verfahren entwickelt, das projektspezifische Kostenentwicklungen mit Haushaltsansätzen abgleicht und Abweichungen frühzeitig identifiziert.

Das Controlling soll zudem sicherstellen, dass die Fördermittel aus dem Infrastrukturgesetz NRW in Höhe von 152 Millionen Euro fristgerecht bereitgestellt und effizient abgerufen werden können.