Meldungsdatum: 12.03.2026
Zukünftig zieht sich ein 500 Meter langer Deich durch das Landstück zwischen dem Pumpwerk Bonenkamp – nahe dem Kunstwerk „Wasserstände“ von Hermann Prigann – und dem Wesel-Datteln-Kanal westlich der Lippramsdorfer Straße in Marl. Vorbereitend auf die Errichtung des Bauwerkes stellt der Lippeverband derzeit auf einer Strecke von 200 Metern das Fundament, die sogenannte Deichaufstandsfläche, her. Insgesamt rückt der Lippe-Deich weiter ins Hinterland und öffnet so eine Auenfläche. Nach der Fertigstellung des Deiches wird die südliche Aue naturnah umgestaltet. Das fördert die Biodiversität und gibt der Lippe bei Hochwasserereignissen mehr Platz zum Ausbreiten.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.
Auf dem Landstück zwischen dem Wesel-Datteln-Kanal (links) und der Lippe (rechts) errichtet der Lippeverband einen neuen Deich. Das Landschaftskunstwerk "Wasserstände" von Hermann Prigann steht zukünftig in der neu entstehenden Auenfläche.
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