Meldungsdatum: 12.03.2026

Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens für Manfred Blieffert

Manfred Blieffert gehört in die Osnabrücker Kunstszene wie die Farbe zu seinem Druckfahrrad. Mit seiner mobilen Druckwerkstatt verlässt er Ateliers und Galerien, um Kunst direkt zu den Menschen zu bringen. Eine Kulturnacht ohne sein Druckfahrrad ist kaum vorstellbar und auch sonst ist Manfred Blieffert immer präsent, wenn es darum geht über die Kunst in der Gesellschaft etwas zu bewirken.  

Für sein gesellschaftliches Engagement ist er jetzt mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens geehrt worden. In einem Empfang händigte ihm Oberbürgermeisterin Katharina Pötter Orden und Urkunde aus. Der Friedenssaal war gut gefüllt mit Familie, Wegbegleitern und vielen Menschen, auf die der Geehrte nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Manfred Blieffert ist Künstler, aber er ist auch Pädagoge. Und so würdigte Katharina Pötter ihn: „Manfred Blieffert hat die Kunst und Kultur in Osnabrück nicht nur begleitet, sondern sie maßgeblich geformt. Seine Initiative, seine Kreativität, seine Fähigkeit, Menschen zu vernetzen, und sein Mut, gesellschaftliche Themen durch kulturelle Bildung zu vermitteln, verdienen höchste Anerkennung.“

Ihm liegen besonders drei Themen am Herzen, für die er künstlerische Aktionen mit gesellschaftlicher Bildung verknüpft: ökologische Nachhaltigkeit, Friedenssicherung und Demokratiestärkung. Für diese Themen sensibilisiert er junge Menschen seit vielen Jahren

Für den einstigen Leiter der Kunstabteilung in der Musik- und Kunstschule fiel die Ruhe im Ruhestand aus. Als freischaffender Künstler engagiert er sich weiter intensiv für das kulturelle Leben der Stadt. Von 2022 bis 2024 führte er als erster Vorsitzender den Verein Dreidimensional und prägte dessen Arbeit maßgeblich mit. Die skulptur galerie Osnabrück trägt dank seiner Förderarbeit und Förderakquise Geschichten in die Stadt; er begleitet die Galerie weiterhin als Vorstandsmitglied.

Ein weiteres großes Thema ist für ihn die Erinnerungskultur: Seit den späten 1980er-Jahren präsentiert er Osnabrückerinnen und Osnabrückern künstlerische Arbeiten mit Fokus auf die Erinnerung an die NS-Zeit, unter anderem mit der Ausstellung „Parolen aus dem Koffer“ im Erich-Maria Remarque-Friedenszentrum. Recherchen und Nachbildungen historischer Protestinstrumente rücken vergessene Namen ins Bewusstsein.

Auch in der Felix-Nussbaum-Gesellschaft wirkt er als Beisitzer im erweiterten Vorstand mit. Sein Kinderbuch „Ich werde nicht müde…“ (2007) ist eine Hommage an Felix Nussbaum und verdeutlicht, wie künstlerische Themen mit gesellschaftlicher Bildung verzahnt werden können.

„Zu mir hat vor Jahren mal jemand gesagt, ich sei ein ‚Bunter Hund‘“, erzählte Manfred Blieffert in seiner Dankesrede. „Erst fand ich das komisch, dann habe ich aber verstanden, dass das heute ‚Vernetzung‘ heißt.“ In der Kunstschule hatte er schnell den Spitznamen „Bleifrei“, unendlich viele Schülerinnen und Schüler hatte er unterrichtet und viele von ihnen nachhaltig geprägt. Kunst im stillen Kämmerlein ist nichts für ihn. „Die Stadt ist meine Galerie“. Über die Auszeichnung freut er sich. „Sie würdigt die Arbeit mit Kindern, die nicht auf Rosen gebettet sind.“

Pressekontakt: Silke Brickwedde | Telefonnummer 0541/ 323-2328 | E-Mail brickwedde@osnabrueck.de


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©  Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde
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Oberbürgermeisterin Katharina Pötter händigt Manfred Blieffert das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens aus.