Meldungsdatum: 13.03.2026
„Der Bund stellt einen CBRN-Erkunder als Zivilschutzfahrzeug zur Verfügung“, so Stephan Dörnbrack, Sachgebietsleiter im Katastrophenschutz des Kreises Unna. „Dieser wir in der kommenden Woche der Schwerter Feuerwehr übergeben und wird von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr dort besetzt. Der Erkunder ist ein Spezialfahrzeug, das gefährliche chemische oder atomare Stoffe erkennen kann. Es hilft dem Einsatzleiter bei der Einschätzung der Lage.“
CBRN-Erkunder vom Bund
Ein CBRN-Erkunder ist ein spezielles Einsatzfahrzeug des Katastrophenschutzes. Es wird eingesetzt, um gefährliche Stoffe aufzuspüren, zu messen und die Ergebnisse an die Einsatzleitung zu melden. Die Besatzung kann belastete Bereiche erkennen, kennzeichnen und überwachen sowie Proben aus Boden, Wasser oder Luft entnehmen.
Außerdem werden vor Ort Wetterdaten erfasst. So entsteht ein möglichst genaues Lagebild, auf dessen Grundlage weitere Schutzmaßnahmen für Bevölkerung und Einsatzkräfte geplant werden können. Daten können sogar während der Fahrt erfasst werden, um ein möglichst genaues Lagebild zu zeichnen.
Hochwasserschutz und mobile Sirenen
Neben dem CBRN-Erkunder gab es in der Lagerhalle am Zentrum für Gefahrenabwehr in Unna für die Wehrleiter aber noch mehr zu besichtigen: Der Kreis hat zum Hochwasserschutz mobile Dämme angeschafft: Die sogenannte „NOAQ-Boxwall“ ist ein mobiles Hochwasserschutzsystem und dient als Ersatz für Sandsäcke. Die einzelnen Elemente werden einfach miteinander verbunden und bilden eine freistehende Barriere gegen ansteigendes Wasser.
Das Besondere: Der Schutzwall verankert sich selbst, weil das Gewicht des Wassers die Konstruktion auf den Boden drückt. Dadurch lässt sich die Barriere schnell und mit wenig Personal aufbauen, um Gebäude, Straßen oder Einfahrten vor Überschwemmungen zu schützen.
Ergänzend zu den etablierten Warnsystemen, Sirenen, Cell-Broadcast, Radio, Social Media, hat der Kreis Unna zehn mobile Sirenen beschafft, die je nach Lage auf jedes beliebige Einsatzfahrzeug platziert werden kann, um im Ernstfall – wenn alle Fahrzeuge mit fester Signalanlage im Einsatz sind – zu unterstützen. Die Sirenen werden an die Feuerwehren in den zehn Städten und Gemeinden des Kreises Unna ausgegeben. Ziel ist es, einen Warnzug aufzustellen, der im Einsatzfall, mit den Sirenen zur Warnung der Bevölkerung bei Gefahrensituationen eingesetzt wird. PK | PKU
Foto 1: Die Wehrleiter beim Treffen am Zentrum für Gefahrenabwehr in Unna. Foto: Max Rolke – Kreis Unna
Foto 2: Das neue Zivilschutzfahrzeug. Foto: Max Rolke – Kreis Unna
Foto 3: Das mobile Hochwasserschutzsystem. Foto: Max Rolke – Kreis Unna
Foto 4: Die mobile Sirene. Foto: Max Rolke – Kreis Unna
Pressekontakt: Max Rolke | 0 23 03 27 -10 13 | max.rolke@kreis-unna.de
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