Meldungsdatum: 23.03.2026

Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion - Chorkonzert am Karsamstag im Kurhaus

Bachs Meisterwerk über Liebe, Freundschaft und das Leiden Jesu Christi ist das umfangreichste seines Schaffens und stellt die Passionsgeschichte auf eine Art dar, die bis heute unerreicht ist. Der Konzertchor des Städt. Musikvereins unter der Leitung von Lothar R. Mayer bringt es am Karsamstag, 4. April, um 16:00 Uhr im Kurhaus gemeinsam mit dem Konzertchor Lippstadt auf die Bühne.

Klangvolle Unterstützung kommt vom Orchester des Orchesterzentrums NRW, die Solistenparts übernehmen Reginaldo Pinheiro (Evangelist), Christopher Jähnig (Christus) sowie Julia Danz (Sopran), Henriette Gödde (Alt), Michael Nowak (Tenor) und Lars Conrad (Bass).

Gemeinsam mit der Johannes-Passion sind es die beiden einzig vollständig erhaltenen – und authentischen – Passionswerke Bachs. Nach seinem Tod in Vergessenheit geraten, wurde es erst von Felix Mendelssohn Bartholdy über 100 Jahre später für die folgenden Generationen wiederentdeckt.

Es ist Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und wurde am Karfreitag 1727 in der Thomaskirche in Leipzig uraufgeführt. Trotz der niedrigeren Werknummer (BWV 244) ist es das jüngere Opus. Der Bibeltext entstammt dem Matthäus-Evangelium (Kap. 26 und 27), die freien Texte steuerte Christian Friedrich Henrici (1700 – 1767), genannt Picander, bei.

Der erste Teil umfasst das letzte Abendmahl, den Verrat im Garten Gethsemane und die Gefangennahme Christi. Teil zwei führt von den Verhören durch die Hohepriester und Pilatus bis zum Kreuzestod und der Bestattung.

Durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester, bei der die Chöre vielfach miteinander in den Dialog treten, entfaltet das Werk eine beeindruckende stereophone Wirkung. Beide Teile werden durch groß angelegte Eingangs- und Schlusschöre eingerahmt, aus denen insbesondere der überwältigende Eingangschor herausragt. In Bezug auf die Arien und Chöre entfaltet Bach eine unglaubliche Einfallskraft, was sich in unterschiedlichsten Instrumentalbegleitungen und kühner harmonischer Sprache ausdrückt und dazu beiträgt, dass der Eindruck eines Dramas ohne Bühne entsteht. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Paul Gerhardt (1607 – 1676), der mit verschiedenen Strophen und Harmonisierungen insgesamt fünfmal erklingt und dem Werk Geschlossenheit verleiht.

 

Nicht verpassen: Karten sind beim Büro für Kultur & Tourismus, den bekannten Vorverkaufsstellen und online unter kultur.hamm.de erhältlich.

Pressekontakt: Büro für Kultur & Tourismus, Tel.: 02381 17-5515


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