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Osterbasar und Tag der Offenen Tür: Blick hinter die Kulissen beim JAW

Jugendaufbauwerk am 25. März

Flensburg - 20.03.2026

Metallene Fahrradständer in Gestalt eines Autos, Sitzlandschaft aus Holz am Hafen, Parklets in der Norderstraße: Die Produktionsschule des Flensburger Jugendaufbauwerk (JAW) hinterlässt sichtbare Spuren in der Stadt. Dabei betreibt die Traditionseinrichtung wie selbstverständlich Nachhaltigkeit und Upcycling. In erster Linie aber begleitet das JAW junge Menschen dabei, den Einstieg ins Ausbildungs- oder Arbeitsleben zu finden.

Jährlich profitieren insgesamt rund 1200 junge Menschen von den Angeboten – eines davon ist die Produktionsschule. Anhand von konkreten Arbeitsaufträgen können junge Leute zwischen 15 und 25 Jahren in verschiedenen Bereichen einen Berufsalltag simulieren. Die Werkstätten und Produktionsräume, darunter etwa für die Holzbearbeitung oder die große Küche, entsprechen dem technischen Standard auf Ausbildungsniveau, erklärt Bjarne Piepgras. Er kümmert sich beim JAW unter anderem um das Qualitätsmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit.

Beim Rundgang durch den Gebäuderiegel auf dem früheren Motorola-Gelände kann man sich von der soliden Ausstattung überzeugen – angefangen beim 3D-Drucker bis hin zu Profi-Küchengeräten und modernen Waschmaschinen für den Arbeitsbereich Hauswirtschaft. Eine große Mangel erinnert an frühere Zeiten – das JAW Flensburg gibt es immerhin schon 67 Jahre.

Sämtliche Kolleginnen und Kollegen, die die jungen Leute anleiten, haben einen Meistertitel oder eine rehabilitationspädagogische Zusatzausbildung. Die Pädagoginnen und Pädagogen verfügen über ein abgeschlossenes Studium.

Die Produktionsschule in Flensburg verfügt über 50 Plätze. Üblicherweise bleiben die jungen Frauen und Männer für ein Jahr in der Produktionsschule. Die Jugendlichen kämen nicht ohne Grund hierher und würden unter anderem vom Jobcenter und der Jugendberufshilfe zugewiesen. Sie hätten ein „Päckchen“ zu tragen, sei es nach Schicksalsschlägen oder Schulabstinenz. Das JAW sei für die meisten ein „safe space“, beobachtet Piepgras. Durch die Arbeit würden sie wieder mit einem geregelten Tagesablauf vertraut gemacht. 

Dank der Kooperation mit den Regionalen Bildungszentren der Stadt Flensburg können in sogenannten AVSH-Klassen sowohl die Berufsschulpflicht erfüllt als auch der Erste Allgemeinbildende Schulabschluss (ESA) erworben werden.

Seit dem Umzug im Jahr 2013 befindet sich das Flensburger Jugendaufbauwerk in der Eckenerstraße und seit 2016 organisatorisch in der Zuständigkeit des Fachbereichs Soziales und Gesundheit der Stadt. Es ist eines von 16 JAW in Schleswig-Holstein, deren Grundlage ein Landesgesetz vom Dezember 1949 bildet.

Heute ist das JAW eine bestens vernetzte Institution in der Region zwischen Schule und Arbeitswelt. Davon profitieren die jungen Leute. „Wir unterstützen, wo wir können. Und wenn wir nicht helfen können, dann kennen wir jemanden, der das kann“, bringt es Bjarne Piepgras auf den Punkt.

Wer mehr über die Arbeit, Aufgaben und Menschen des Flensburger JAW erfahren möchte, ist herzlich zum Osterbasar und Tag der Offenen Tür willkommen. Beides findet am Mittwoch, 25. März, von 10 bis 16 Uhr in der Eckenerstraße 28 statt. Bei Führungen durch die rollstuhlgerechte Einrichtung gibt es Einblicke und Informationen aus erster Hand. Beim Basar stehen viele der kleinen und großen Objekte aus eigener Herstellung zum Verkauf. Nicht zu vergessen: die Köstlichkeiten aus der eigenen Backstube. Es gibt herzhafte Gerichte und frische Backwaren, außerdem Kaffee und Softdrinks. Parkplätze befinden sich direkt vor der Tür – samt Ausblick auf den weiten Norden der Stadt.

Hintergrund:

Das Projekt Produktionsschule ist Teil des Landesprogramms Arbeit 2021 – 2027. Dieses wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und des Landes Schleswig-Holstein kofinanziert. Weitere kofinanzierende Stellen sind der Kreis Schleswig-Flensburg, die Jobcenter des Kreises und der Stadt und natürlich die Stadt selbst, die Trägerin des JAW Flensburg ist. Neben der Produktionsschule tragen die Umsetzung der Potenzialanalyse im Berufsorientierungsprogramm für die 7. und 8. Klassen der Gemeinschaftsschulen, Coaching in und nach der Schule und berufsvorbereitende Maßnahmen der Agentur für Arbeit dazu bei, den Übergang von der Schule zielführend zu gestalten. Junge Menschen unter 30, die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder Arbeit benötigen, können sich auch für das Projekt „Next Level“ telefonisch ans JAW wenden unter 0461-85 1237 oder nextlevel@flensburg.de.

Pressekontakt: Stadt Flensburg, Antje Walther




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Osterbasar im JAW
In der Schlosserei des Flensburger Jugendaufbauwerks fertigten die jungen Leute passend zur Saison unter anderem putzige Osterhasen mit Knickohr.


JAW in der Eckenerstraße 28
Das JAW befindet sich in der Eckenerstraße 28 im Norden Flensburgs.



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