Meldungsdatum: 26.03.2026

Prüfaufträge zum neuen Nahverkehrsplan

Kreistag beschließt weitere Schritte

Der Kreistag des Kreises Unna hat am 25. März in seiner Sitzung Ergebnisse aus Prüfaufträgen des Nahverkehrsplans beschlossen. Im Fokus stehen dabei Verbesserungen bei interkommunalen Busverbindungen – insbesondere in Richtung Dortmund und Kreis Coesfeld. Ziel ist es, das Angebot bedarfsgerecht auszubauen und die Nachfrageentwicklung künftig genau zu beobachten.

Neue und angepasste Verbindungen nach Dortmund

Für die Verbindung zwischen Lünen Süd und Dortmund-Lanstrop wird ein ergänzender, bedarfsgesteuerter Verkehr eingeführt. Die neue Linie 322 soll montags bis samstags zwischen etwa 9 und 18 Uhr im Stundentakt verkehren und sich an den bisherigen Fahrgastzahlen sowie typischen Fahrtzwecken wie Einkäufen orientieren. Die Nachfrageentwicklung soll beobachtet und bei Bedarf gemeinsam mit der Stadt Dortmund nachgesteuert werden.

Auch eine Veränderung des geplanten Angebots der Linie 74 von Schwerte-Geisecke bis Dortmund-Lichtendorf wurde beschlossen. Das Angebot wird insbesondere samstags bis in die frühen Abendstunden ausgeweitet. In den Schwachverkehrszeiten bleibt es hingegen bei einzelnen Angebotsreduzierungen im Vergleich zur heutigen Linie R50, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Auch hier gilt: Die Nachfrage wird nach dem Fahrplanwechsel intensiv beobachtet.

Mit diesen Anpassungen konnte ein Konsens mit der Stadt Dortmund zum Nahverkehrsplan 2024 und dessen Umsetzung erzielt werden. Die bestehende öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit im ÖPNV soll auf dieser Grundlage neu gefasst werden.

Verlängerung der Linie 211 Richtung Kreis Coesfeld

Für die Verbindung zwischen Selm und Lüdinghausen wurde eine Einigung mit dem Kreis Coesfeld erzielt. Die Linie 211 wird bedarfsgerecht über Selm hinaus bis nach Lüdinghausen verlängert. Vorgesehen sind Fahrten insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten am Morgen und Nachmittag sowie ein Stundentakt vom Mittag bis in den frühen Abend.

Das Angebot richtet sich vor allem an Pendler, Schüler sowie Fahrten zu Ärzten und Krankenhäusern. Samstagsfahrten sind aufgrund geringer Nachfrage nicht vorgesehen. In Lüdinghausen besteht Anschluss in Richtung Münster.

Die Maßnahme ist zunächst bis maximal Ende 2030 befristet. Die Entwicklung der Fahrgastzahlen wird regelmäßig überprüft, um über eine Fortführung oder Anpassung zu entscheiden. Die Kosten werden zwischen den beteiligten Partnern aufgeteilt.

Weitere Prüfaufträge und Ausblick

Weitere Projekte befinden sich weiterhin in Abstimmung. Dazu zählt unter anderem die geplante X-Bus-Linie zwischen Lünen, Waltrop und Recklinghausen. Hier laufen noch Gespräche zur konkreten Ausgestaltung und Finanzierung. Eine Entscheidung wird frühestens im zweiten Sitzungsblock 2026 erwartet.

Die Linie R30 zwischen Schwerte und Iserlohn bleibt zunächst weitgehend unverändert bestehen. Der Betrieb wird im Rahmen einer Notvergabe durch den Märkischen Kreis bis Mai 2028 gesichert. Parallel wird das zukünftige Angebot auf Basis der Fahrgastnachfrage im Dialog zwischen Märkischem Kreis und Kreis Unna entwickelt.

NVP kommt Ende Mai 2026

Die entsprechenden Fahrpläne zu den angesprochenen Linien sind im Bürgerinfoportal einzusehen unter https://sessionnet.kreis-unna.de in der Drucksache 020/26. Der Nahverkehrsplan mit den neuen Fahrplänen tritt am 25. Mai 2026 in Kraft. PK | PKU

Pressekontakt: Max Rolke | Fon 0 23 03 27 10 13 | E-Mail max.rolke@kreis-unna.de