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Stadt Flensburg richtet ersten Betroffenenbeirat in Schleswig-Holstein zur Umsetzung der Istanbul-Konvention ein

Flensburg - 25.03.2026

Die Stadt Flensburg gründet einen Betroffenenbeirat zur Umsetzung der Istanbul-Konvention und stärkt damit gezielt die Beteiligung von Menschen, die geschlechtsspezifische oder häusliche Gewalt erlebt haben. Ziel ist es, ihre Perspektiven systematisch in politische Entscheidungen und die Arbeit der Verwaltung einzubeziehen.

Es werden bis zu zwölf Mitglieder gesucht, die eigene Gewalterfahrungen mitbringen und diese in die Weiterentwicklung des Gewaltschutzes in Flensburg einbringen. Der Beirat soll die kommunale Umsetzung der Istanbul-Konvention begleiten, dem internationalen Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

„Mit dem Betroffenenbeirat schaffen wir eine Struktur, in der Erfahrungen von Betroffenen direkt gehört werden und mit dem wir konkrete Verbesserungen anstoßen können“, so Friederike Rosenbaum, Koordinatorin für die Umsetzung der Istanbul-Konvention bei der Stadt Flensburg. Der Beirat berät Politik und Verwaltung, bewertet bestehende Maßnahmen und entwickelt eigene Ideen, Projekte und Stellungnahmen zu Prävention, Intervention und Schutzmaßnahmen.

Die Mitarbeit erfolgt ehrenamtlich über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren. Der zeitliche Aufwand liegt bei etwa ein bis sechs Stunden pro Monat, die Mitglieder erhalten ein Sitzungsgeld. Fachkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Bereitschaft, die eigene Perspektive einzubringen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Arbeit im Beirat emotional herausfordernd sein kann. Voraussetzung für eine Teilnahme ist daher, dass eigene Gewalterfahrungen bereits verarbeitet sind und ein stabiler Umgang mit belastenden Themen möglich ist.

Interessierte können sich ab sofort und bis zum 31.05.2026 über die Beteiligungsplattform der Stadt informieren und bewerben:

flensburg-mitmachen.de/betroffenenbeirat-istanbul-konvention

Mit der Einrichtung des Betroffenenbeirats setzt Flensburg ein klares Zeichen für partizipative Gleichstellungspolitik und eine wirksame Umsetzung der Istanbul-Konvention auf kommunaler Ebene. Das Konzept beruht auf dem bisher bundesweit einmaligen Projekt „Bremer Betroffenenbeirat B*BIK“ des Landes Bremen.

Pressekontakt: Stadt Flensburg, Friederike Rosenbaum


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