Nr. 105 Kreis Steinfurt, 31. März 2026
Kreis Steinfurt. Der zertifizierte Bürgerwind im Kreis Steinfurt steht nicht nur für hohe Akzeptanz und regionale Wertschöpfung, sondern auch für ein freiwilliges Engagement im Natur- und Artenschutz über die gesetzlichen Auflagen hinaus.
Dazu zählen unter anderem ein freiwilliges Gondelmonitoring zur Erkennung von Fledermäusen sowie freiwillige Mahdabschaltungen zum Schutz von Greifvögeln nach Mäharbeiten. Die dritte Säule dieses Engagements ist der neu aufgelegte Windfonds Naturschutz, der nun im Anschluss an den „Runden Tisch Wind“ des Vereins energieland2050 gegründet wurde.
Der Fonds wird von der Biologischen Station Steinfurt gemeinsam mit lokalen, ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützern von ANTL, NABU und BUND betreut und ausschließlich durch freiwillige Beiträge der zertifizierten Bürgerwindparks im Kreis finanziert. Beratend sind auch Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft, der Windenergie und der Naturschutzbehörde des Kreises eingebunden. Ziel ist die Förderung konkreter Maßnahmen zum Vogel- und Fledermausschutz vor Ort.
Aktuell sind zehn Windparks mit insgesamt 72 Anlagen und rund 300 Megawatt Leistung zertifiziert, weitere befinden sich im Verfahren. Damit dürfte der Fonds, der derzeit jährlich über Mittel im mittleren fünfstelligen Bereich verfügt, weiter anwachsen. Die konstituierende Sitzung fand – moderiert von Rainer Lagemann von der ANTL – im Anschluss an den „Runden Tisch Wind“ des energieland2050 e.V. statt. Neben Naturschutzakteuren sind auch die Untere Naturschutzbehörde sowie Vertreter aus Windenergie und Landwirtschaft beratend eingebunden. Begleitet wird der Prozess durch die Servicestelle Wind des Vereins energieland2050.
Im Rahmen der Gründungssitzung wurde für 2026 die Umsetzung von fünf Projekten beschlossen. So sollen die Fledermauskartierung im Kreis unterstützt, je eine Blänke in Rheine-Bentlage und Hopsten-Halverde angelegt, eine Fläche in Wettringen-Brechte aufgewertet und Flächen am Recker Moor entkusselt werden.
Damit nimmt der Windfonds nun offiziell Fahrt auf – ein starkes Zeichen für das partnerschaftliche Zusammenspiel von Bürgerwind und Naturschutz im Kreis Steinfurt.
Der neue Windfonds Naturschutz: Maike Wilhelm (8.v.l.) und Hartmut Storch (5.v.l.) von der Biologischen Station Steinfurt mit Vertreterinnen und Vertretern von Naturschutz, Landwirtschaft, Bürgerwindparks und energieland2050 e.V.
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