Meldungsdatum: 31.03.2026
Lösungen, Erfahrungen, Anforderungen – erstmals hatte der Kreis Borken zum GeoIT-Austausch eingeladen und über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Geo-IT informiert. Rund 35 Mitarbeitende des Fachbereichs Geoinformation und Liegenschaftskataster sowie der kreisangehörigen Kommunen kamen im Borkener Kreishaus zusammen, um sich über die Entwicklungen der kommunalen Praxis auszutauschen. Ziel war es, Lösungen vorzustellen, Erfahrungen zu teilen und künftigen Anforderungen besser zu begegnen.
Im Mittelpunkt stand zunächst die Weiterentwicklung der Plattform GDI KBOR Kommunal, die von Stefan Menze, dem Koordinator des Geodatenmanagements, und seinem Team aus der Kreisverwaltung präsentiert wurde. Sie fungiert als zentrale Arbeitsgrundlage für den Zugriff auf Geodaten, Anwendungen sowie fachliche Informationen in Kreis und Kommunen. Die Plattform wurde Anfang 2025 vom Kreis Borken ins Leben gerufen und kann von allen kreisangehörigen Kommunen genutzt werden. Mittlerweile kommt sie in 16 Kommunen zum Einsatz. Knapp 390 Anwender und Anwenderinnen haben mit der Plattform gute Erfahrungen gesammelt. Da die Entwicklung weiter voranschreitet, wurden wesentliche Anpassungen, neue und künftige Module vorgestellt.
Ein zentraler Themenblock befasste sich auch mit der Entwicklung KI-gestützter Formularanwendungen für den Außendienst. Diese sollen es künftig ermöglichen, Daten vor Ort per Spracheingabe zu erfassen oder die Inhalte von Fotos mittels künstlicher Intelligenz zu erkennen und automatisiert in strukturierte Formularfelder zu überführen. Die erfassten Informationen werden anschließend systemgestützt analysiert und für Berichte und Auswertungen zusammengeführt. Ziel ist es, Arbeitsprozesse zu vereinfachen, Bearbeitungszeiten zu reduzieren und die Qualität der Datenerfassung zu verbessern.
Praxisbeispiele aus den Kommunen
Claudia Wiemker, Geschäftsbereichsleiterin der Geoinformation Stadt Bocholt, präsentierte ein 3D-Stadtmodell. Ergänzend stellte sie ein GIS-gestütztes Fachverfahren vor, das die Verwaltung aktuell schon in Planungs- und Dokumentationsprozessen einsetzt. Dabei steht GIS für Geoinformationssystem, das digitale Daten erfasst, verwaltet und analysiert.
Anhand eines weiteren Praxisbeispiels zeigte Frank Holtwick der Stadt Gescher, wie mithilfe digitaler Konstruktionen, auch Computer-Aided-Design (CAD) genannt, Webapplikationen entwickelt werden können. So lassen sich Datenbestände von den Kommunen eigenständig effizient weiternutzen, aktualisieren und einem größeren Personenkreis gezielt zur Verfügung stellen.
Fazit
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen machten deutlich, dass sie sich weitere Veranstaltungen dieser Art wünschen, um die Abstimmung und Weiterentwicklung der GeoIT im Kreis Borken noch mehr voranzubringen. In diesem Sinne seien auch digitale Schulungen und die weitere Unterstützung der Kommunen sinnvoll. Damit war der Auftakt ein voller Erfolg. Die Teilnehmenden freuen sich schon jetzt auf den nächsten GeoIT-Austausch.
Pressekontakt: Marie-Therese Gewert 02861 / 681-2427
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