Meldungsdatum: 02.04.2026
Sie haben ein übersteigertes Bedürfnis nach Bewunderung, eine ausgeprägte Selbstbezogenheit und einen Mangel an Empathie – Menschen mit ausgeprägtem Narzissmus. Rund 70 Mitglieder des Sozialpsychiatrischen Verbundes waren ins Borkener Kreishaus gekommen, um den Film „Das Zentrum des Universums“ zu sehen. Produziert wurde dieser vom Medienprojekt Wuppertal; einer Initiative, die sich auf Jugend-Videoarbeit spezialisiert hat. Der Film veranschaulicht, dass der Umgang mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung für alle Seiten eine erhebliche Belastung im Alltag darstellen kann.
„Der Film ist ein Versuch, sich dem Empfinden und Erleben der Persönlichkeitsstörung zu näheren und behandelt die Wahrnehmung der Menschen von innen und außen.“, erklärte Jelena Borgers, Psychiatriekoordinatorin des Kreises Borken. Die Anwesenden erhielten emotionale Einblicke in die Lebensrealitäten der Betroffenen sowie deren Umfeld. Der Film zeigte auf, in welchem Ausmaß die erfahrenen Abwertungen deren Leben prägen. Betroffene, Paare und ihre erwachsenen Kinder schilderten unterschiedliche Perspektiven. Von den Ursachen der Persönlichkeitsstörung, deren Ursprung bereits in der Kindheit liegt, beleuchtet der Film auch die Rolle der Angehörigen und verdeutlicht, welche Behandlungsmöglichkeiten im Erwachsenenalter vorliegen.
„Kino zeigt Seele.“, resümierte Jelena Borgers. Abgerundet wurde der Nachmittag mit weiteren Filminterviews, in denen Therapeuten und Therapeutinnen das Störungsbild im Zusammenwirken von biologischen, psychischen und umweltbezogenen Faktoren einordneten. Auch warfen sie einen Blick auf zwischenmenschliche Dynamiken, soziale Dysfunktionen und die Therapierbarkeit.
Alles in allem merkten die Teilnehmenden schnell, wie komplex, aktuell und relevant der richtige Umgang mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist. Das Interesse an der Filmvorführung war so groß, dass die Platzkapazitäten im großen Sitzungssaal des Kreishauses schon kurz nach Veröffentlichung des Angebots ausgeschöpft waren. Aus diesem Grund können Mitglieder des Sozialpsychiatrischen Verbundes den Film auf Wunsch ausleihen. Interessierte können sich dafür bei Jelena Borgers (E-Mail: j.borgers@kreis-borken.de oder Tel. 02861-681 6023) melden.
Pressekontakt: Marie-Therese Gewert 02861 / 681-2427
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