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Lippstadt, Meldung vom 02.04.2026
Die Zukunft im Blick

Bei einem gemeinsamen Termin von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Lippstadt, der Werbegemeinschaft und der Wirtschaftsförderung im Augmented-Reality-(AR)-Labor der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) wurde ein spannendes, zukunftsweisendes Projekt vorgestellt.

Das öffentlich geförderte Vorhaben "Ariadne" ist eine Kooperation der Firma SWcode aus Soest mit Forschenden der Hochschule.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines hochpräzisen Navigationssystems – deutlich genauer als Google Maps –, in das auch weitere optische und akustische Elemente eingebunden werden können, etwa eine digitale Stadtführung oder Hinweise auf Produkte in Geschäften.

Alex Vollmer von SWcode erklärte, dass sich auf diese Weise auch barrierearme Routen erstellen lassen, etwa für seh- oder mobilitätseingeschränkte Menschen. Ebenso können kinderwagentaugliche oder abends gut beleuchtete Strecken vorgeschlagen werden. Entscheidend ist dabei, dass persönliche Präferenzen der Nutzerinnen und Nutzer einbezogen werden.

Das Ergebnis soll ein kostenfreies, herstellerunabhängiges und frei verfügbares Softwaremodul sein, das mit geringem Aufwand in bestehende Projekte – wie Tourismus-Apps – integriert werden kann.

Die zugrunde liegende Technologie ist die sogenannte Augmented Reality (AR), zu Deutsch „erweiterte Realität“. Damit können mithilfe eines Smartphones oder zukünftig auch spezieller AR-Brillen an definierten Orten Zusatzinformationen ins Sichtfeld eingeblendet oder akustische Signale ausgegeben werden.

Da dieses Forschungsfeld noch relativ neu ist, liegen bislang nur wenige praktische Erfahrungswerte vor. Deshalb sind umfangreiche Labor- und Feldstudien notwendig, die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Prof. Jan-Niklas Voigt-Antons an der HSHL in Kooperation mit SWcode durchgeführt werden.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der HSHL, Juliane Henning, stellte erste Ergebnisse verschiedener Studien vor. Unter anderem wurde untersucht, welche digitalen Wegweiser am effizientesten sind und von Nutzerinnen und Nutzern bevorzugt werden. Eine besonders beliebte Variante: ein digitaler Hund an der Leine, dem man folgen kann, um zum Ziel geführt zu werden. Weitere Untersuchungen widmeten sich der optimalen Darstellung von Warnungen vor realen Gefahren oder Hinweisen auf interessante Ereignisse in der Umgebung. Auch die Wirkung akustischer Signale wurde mit Probandinnen und Probanden getestet.

Kevin Masic präsentierte die geplanten Untersuchungen im Rahmen seiner Bachelorarbeit. Er erforscht, wie Augmented Reality zur gezielten Passantenlenkung im innerstädtischen Handel eingesetzt werden kann. Während sogenannte A-Lagen eine hohe Passantenfrequenz aufweisen, bleiben angrenzende B-Lagen trotz interessanter Angebote oft unbeachtet. Seine zentrale Forschungsfrage lautet daher: Wie kann AR genutzt werden, um Passantinnen und Passanten gezielt in Seitenstraßen zu lenken? Für die Feldforschung wird er gemeinsam mit Studienteilnehmenden verschiedene Routen in der Lippstädter Innenstadt abgehen und die Wirkung unterschiedlicher Reize mithilfe seines Prototyps analysieren.



Pressekontakt: WFL Lippstadt GmbH, olk@wfl-lippstadt.de, Tel. 02941/270108

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Vertreter:innen von Stadt, WFL und Werbegemeinschaft wagen den Blick in die Zukunft
Die Projektverantworlichen der Hochschule Hamm-Lippstadt und der Firma SWcode

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