Meldungsdatum: 09.04.2026

Erster Spatenstich für einen grünen Johannes-Selenka-Platz

Neugestaltung hat begonnen

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hat am Donnerstag, 9. April den symbolischen ersten Spatenstich für die Neugestaltung des Johannes-Selenka-Platzes an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) gesetzt.

 

„Der Johannes-Selenka-Platz ist heute in erster Linie Durchgangsfläche für den Fuß- und Radverkehr,“ sagte der OB. „Als das Westliche Ringgebiet im 19. Jahrhundert entstand, wurde es dem Stil der Gründerzeit gemäß dicht bebaut, mit wenig Grün- und Freiflächen. Eine Ausnahme ist dieser Platz. Er hat das Potenzial, zum attraktiven Aufenthaltsort für die Menschen im Quartier zu werden. Diese Chance wollen wir nutzen und den Johannes-Selenka-Platz so umgestalten, dass er zum Verweilen einlädt und zugleich ein Ort für Freiluftkino, künstlerische und andere Aktivitäten wird.“

 

Vorarbeiten haben bereits begonnen. Gebaut wird ein Mix aus Stadtplatz und Pocket-Park, der aus zwei Hauptelementen besteht: einer offenen Fläche, zugleich großzügiges Entrée zum Haupteingang der HBK, und einem kreisförmigen, grünen „Paradies“, einer lebendigen Gartenlandschaft, die eine besondere Atmosphäre schafft und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet. Auf rund 380 Quadratmetern bietet sie als ausdrucksstarkes Zentrum Raum zum Sitzen, Liegen und Spielen oder für Veranstaltungen. Die Grünflächen tragen zur Kühlung im Sommer bei und fördern die Stadtökologie. Ein neuer Trinkbrunnen wird am Radweg zum Ringgleis eingerichtet. Hier werden auch neue Bäume mit erheblich verbesserten Standortbedingungen gepflanzt. Die Hainbuchenhecke und die Kirschbaumreihe im Norden bleiben erhalten und werden durch weitere Anpflanzungen ergänzt.

 

Die Wegebeziehung zwischen Straße, Bushaltestelle und HBK wird mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet. Fahrradstellplätze werden installiert, die Sitzbänke an der Nordseite des Platzes bleiben erhalten. 

 

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Spätherbst abgeschlossen. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro werden 690.000 Euro aus Städtebaufördermitteln im Rahmen des Entwicklungskonzepts für das Sanierungsgebiet „Soziale Stadt – Westliches Ringgebiet“ finanziert. Außerdem werden 175.000 Euro von der HBK Braunschweig getragen, da sich ein kleinerer Bereich des Platzes in ihrem Eigentum befindet.   

 

Um vielfältige Gestaltungsideen zu erhalten, hatte die Stadt für den Umbau einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt, den das Landschaftsarchitekturbüro nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB schonhoff schadzek depenbrock aus Hannover gewann. Zwei Beteiligungsveranstaltungen ermöglichten es den Bürgerinnen und Bürgern, Wünsche und Ideen zu äußern. Auch die HBK wurde in den Planungsprozess einbezogen.