Meldungsdatum: 13.04.2026
Und widmet sich einer ganz speziellen Musikform, die die UNESCO 2008 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen hat: dem aserbaidschanischen Mugham. Er spiegelt verschiedene Epochen der Landesgeschichte und seine Kontakte mit Persern, Armeniern, Georgiern und anderen Turk-Völkern wider. In der Musik überlappen sich gleich mehrere Traditionen, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer ganz eigenen Klangwelt geformt wurden. Mugham zählt zu den modalen Stilen, Ziel ist es, diesen Modus möglichst ideenreich und virtuos auszugestalten, in einem stetigen und unaufhörlichen Fluss. Es zählt nicht die Perfektion, sondern die Feinheiten und Freiheiten der Interpretation. Ursprünglich wurde Mugham hauptsächlich zu weltlichen Anlässen wie Hochzeiten und bei Salons von Musikliebhabern in privatem Rahmen gespielt, wie auch als spirituelle Form von Sufi-Orden gepflegt. Heute gehört er zu den populären Musikformen Aserbaidschans, man unterscheidet drei Gruppen: instrumentale, vokal-instrumentale und rhythmische Mughams. Die Musik basiert auf beliebten Melodien von Barden, volksmusikalischen Tanzrhythmen und besonderen virtuosen Spieltechniken.
Die preisgekrönte Sängerin Nisbet Sədrayeva zählt zu den Großen ihrer Zunft. Sie studierte am Aserbaidschanischen Staatskonservatorium und tritt regelmäßig im Fernsehen auf. Tourneen führten sie in zahlreiche europäische und asiatische Länder, seit 2019 ist die als Solistin am Internationalen Mugham Center aktiv. Beim Klangkosmos wird sie von einem Trio in klassischer Besetzung begleitet: Muslimov Rustam an der Tar (Langhalslaute), Elnur Salahov an der Kamantsche (viersaitige Stachelfiedel) und Siyavush Karimov an der Nagara (zylindrische Trommel). Alle drei studierten ebenfalls am Aserbaidschanischen Staatskonservatorium, unterrichten und sind regelmäßig bei Konzerten, Festivals und im Fernsehen zu hören.
Das Konzert des Nidsbet Sədrayeva Ensembles beginnt um 18:00 Uhr im Kulturbahnhof (Helios-Theater, Willy-Brandt-Platz 1d, 59065 Hamm). Der Eintritt ist wie immer frei, das Kulturbüro freut sich aber über eine Spende zugunsten des Fördervereins Stadttheater Hamm e. V., der den Klangkosmos unterstützt.
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