Meldungsdatum: 17.04.2026

„Stille Stunde“, Zeichenkurse und zwei öffentliche Führungen sowie Segelfahrten im Schaufenster Stadtgeschichte

Programm des Stadtmuseums Münster

Münster (SMS) Zum zweiten Mal bietet das Stadtmuseum Münster am Dienstag, 21. April, von 16 bis 18 Uhr im Rahmen seiner „Stillen Stunde“ einen Zeichenkurs an. Seit gut einem Jahr lädt die Einrichtung monatlich Menschen aus dem Autismus-Spektrum und mit anderen Wahrnehmungsbeeinträchtigungen zu einem sehr reizreduzierten Museumsbesuch ein. Eine Anmeldung zum Zeichenkurs ist erforderlich. 

Da für die angesprochene Personengruppe, auch Menschen mit neurodivergenten Wahrnehmungen genannt, der Besuch in einem Museum schnell überfordernd sein kann, werden für die „Stille Stunde“ ab 16 Uhr laute Geräuschquellen im Gebäude abgeschaltet. Zudem finden während dieser Zeit keine Führungen im Stadtmuseum statt.

Der Zeichenkurs ist auf sechs Teilnehmende begrenzt, Begleitpersonen können kostenfrei teilnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 17 Euro pro Person inklusive Materialkosten. Interessierte können sich unter Tel. 02 51/4 92-45 03 oder per E-Mail an museum-info@stadt-muenster.de anmelden.

Für die „Stille Stunde“ hat das Stadtmuseum zudem den „Stille-Stunde-Pfad” konzeptioniert. Mit diesem können sich Besucherinnen und Besucher auf die Ausstellung vorbereiten. Er gibt Orientierung und hilft, Eindrücke zu reduzieren. Der Pfad steht als App und Broschüre zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es für die Gäste vor Ort einen ausgeschilderten Rückzugsort und Kommunikationskarten.

Während der „Stillen Stunde" sind alle Besucherinnen und Besucher wie gewohnt willkommen. Das Team des Stadtmuseums bittet darum, in dieser Zeit ruhig durch das Museum zu gehen und andere Gäste nicht anzusprechen. Zudem wird gebeten, auf ungewöhnliche Verhaltensweisen anderer Menschen nicht zu reagieren. Weitere Termine gibt es auf der Website des Stadtmuseums unter www.stadt-muenster.de/museum.

Bild: Beim Zeichenkurs zur „Stillen Stunde“ werden Gehörschützer, Sitzplätze und freie Fläche zum Zeichnen bereitgestellt. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Zeichenkurs für Kinder: Wenn Tiere nachts zum Naschen kommen

Im Stadtmuseum Münster findet am Samstag, 25. April, um 15 Uhr ein Zeichenkurs für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren statt. Gemeinsam besuchen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst die Ausstellung „Plates I–XXXI“ und lassen sich von den Fotografien der in Hamburg lebenden Künstlerin Lia Darjes inspirieren.

Für ihre Serie hat Lia Darjes einen Gartentisch nach einem Essen mit Freundinnen und Freunden wie ein Stillleben arrangiert und anschließend eine Kamera positioniert. Wenn Tiere den Tisch besuchten, löste die Kamera automatisch aus. Auf diese Weise entstanden überraschende Fotografien, in denen sich geplante Szenen und zufällige Tierbegegnungen verbinden.

Im Anschluss an den Rundgang gestalten die Kinder eigene geheimnisvolle Nachtbilder. Mit Wachsmalkreide und schwarzer Tusche entstehen Szenen, in denen Tiere nachts auf einem Gartentisch zum Naschen erscheinen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kurs findet auf Einladung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. statt, die auch die Ausstellung organisiert hat. Es können zehn Kinder teilnehmen. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 02 51/4 92-45 03 und per E-Mail an museum-info@stadt-muenster.de möglich. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.

Bild: Welches Tier kommt denn hier nachts zum Naschen? Beim Zeichenkurs für Kinder im Stadtmuseum lassen sich die Kinder von Fotos von Lia Darjes inspirieren. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Öffentliche Führung: Münster und der Westfälische Frieden

Die Führung am Samstag, 25. April, um 16 Uhr beleuchtet die Zeit der Friedensverhandlungen und offenbart dabei verblüffende Fakten. Münster trägt den Namen „Stadt des Westfälischen Friedens“, da hier zwischen 1643 und 1648 die meisten Verhandlungen des ersten europäischen Friedenskongresses stattfanden. Die langwierigen Konferenzen sollten sowohl den Dreißigjährigen Krieg auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches als auch den seit 1568 andauernden Krieg zwischen Spanien und den sieben nördlichen niederländischen Provinzen beenden. Für die Bevölkerung Münsters bedeutete diese Zeit eine gewaltige Herausforderung: Sie musste eine große Anzahl an Friedensgesandten aus den Ländern Europas mit deren Gefolge unterbringen und versorgen.

Die Kosten für die Teilnahme an der Führung betragen fünf, ermäßigt drei Euro. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.

Bild: Das Öl-Gemälde „Einzug des niederländischen Gesandten Adriaen Pauw in Münster“ von Gerard ter Borch (um 1617 – 1681) ist Teil der Führung zum Westfälischen Frieden im Stadtmuseum Münster. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Stadtrundgang: Was ist aus Münsters adligen Stadthöfen geworden?

Münster (SMS) Am Sonntag, 26. April, um 15 Uhr begibt sich der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Dr. David Gropp gemeinsam mit Interessierten im Stadtmuseum Münster und in der Innenstadt Münsters auf Spurensuche nach adeligen Stadthöfen – oder nach dem, was von ihnen bis heute erhalten geblieben ist.

Zu den prägenden Elementen der ehemaligen Residenzstadt Münster zählten vor allem im 18. Jahrhundert entstandene adelige Stadthöfe. Vor der Zerstörung Münsters im Zweiten Weltkrieg existierten rund 35 dieser sogenannten Adelshöfe, von denen heute nur noch wenige im Stadtgebiet zu finden sind. Ausgehend von den Modellen im Stadtmuseum spürt Dr. Gropp verschiedene ehemalige Adelshöfe auf. Obwohl sich die Bauwerke verändert haben, sind sie bis heute wichtige Orte des öffentlichen Lebens in Münster.

Der Stadtspaziergang beginnt im Stadtmuseum Münster, führt über den Erbdrostenhof zur Königsstraße und endet in der Neubrückenstraße. Er endet gegen 16.30 Uhr. Die Teilnahme kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.

Bild: Der Stadtrundgang macht am Modell des Beverfoerderhofs im Stadtmuseum Münster Halt. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Segelfahrten im Schaufenster Stadtgeschichte

Das Wasserbecken vor dem damals neu errichteten Kreishaus am Ludgeriplatz bot den Kindern in den 1960er Jahren viele Spielmöglichkeiten. So konnten die drei Jungen auf diesem Bild vom April 1964 ihre Modellboote zu Wasser lassen. Aber auch als Planschbecken wurde es an sommerlichen Tagen gerne genutzt.

Die Fotografie kann ab Donnerstag, 24. April, im Großformat im Schaufenster des Stadtmuseums an der Salzstraße betrachtet werden.

Bild: Wasserspiele am Ludgerikreisel im April 1964. Foto: Westfälische Nachrichten, Sammlung Krause. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.


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Zeichenkurs Stille Stunde

©  Stadtmuseum Münster
Zeichenkurs Stille Stunde

Beim Zeichenkurs zur „Stillen Stunde“ werden Gehörschützer, Sitzplätze und freie Fläche zum Zeichnen bereitgestellt.


Zeichenkurs

©  Stadtmuseum Münster
Zeichenkurs

Welches Tier kommt denn hier nachts zum Naschen? Beim Zeichenkurs für Kinder im Stadtmuseum lassen sich die Kinder von Fotos von Lia Darjes inspirieren.


Einzug des niederländischen Gesandten Adriaen Pauw

©  Stadtmuseum Münster
Einzug des niederländischen Gesandten Adriaen Pauw

Das Öl-Gemälde „Einzug des niederländischen Gesandten Adriaen Pauw in Münster“ von Gerard ter Borch (um 1617 – 1681) ist Teil der Führung zum Westfälischen Frieden im Stadtmuseum Münster.


Modell des Beverfoerderhofs

©  Stadt Münster
Modell des Beverfoerderhofs

Der Stadtrundgang macht am Modell des Beverfoerderhofs im Stadtmuseum Münster Halt.


Schaufenster Stadtgeschichte: Segelfahrten

©  Westfälische Nachrichten, Sammlung Krause
Schaufenster Stadtgeschichte: Segelfahrten

Wasserspiele am Ludgerikreisel im April 1964.