Meldungsdatum: 20.04.2026
Als weiterer Baustein in der Kooperation zwischen der Fachstelle Leben im Alter der Stadt Hamm und der Hochschule Hamm-Lippstadt fand am Mittwoch, 15. April, ein Besuch der Alltagsheldinnen der anerkannten Anbieter zur Unterstützung im Alltag (AzUiA) im digitalen Therapielabor am Campus Hamm statt.
Das Projekt „Netzwerk AzUiA-Alltagsheld:innen Hamm“ wurde vor vier Jahren von Meryem Öztop aus der Fachstelle Leben im Alter konzipiert und ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Aynur Ergül als kultursensible Dozentin wurden im vergangenen Jahr bereits im vierten Durchlauf Frauen und Männer mit Migrationsgeschichte in einem mehrwöchigen Kurs zu kultursensiblen Senioren- und Demenzbegleiter:innen ausgebildet. Um ihre Kenntnisse zu vertiefen, erhielten zwölf Frauen und zwei Männer im Rahmen des Aktionstages die Möglichkeit, die modernen Therapiegeräte des digitalen Therapielabors kennenzulernen. Die dort vorhandenen digitalen Therapiemöglichkeiten werden speziell für die motorische Neurorehabiliation entwickelt.
Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Dr. Gregor Hohenberg über das individualisierte kognitive Stimulationstraining und die positiven Effekte, die dieses in Kombination mit dem passenden sozialen Umfeld erzeugen kann, hatten die Anwesenden selbst Gelegenheit, Geräte wie den Skillcourt, die Tover Tafel oder den Cognition Trainer von Neofect zu testen und sich einen Eindruck von der praktischen Nutzbarkeit im Alltag zu machen. Das vorgestellte Training wurde bereits von der Alzheimer Gesellschaft Hamm e.V. in der Praxis erprobt und hat dort wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung und den Einsatz im Alltag mit Menschen mit Demenz geliefert.
Ermöglicht und begleitet wurde diese Testphase durch Prof. Dr. Petra Rolfes-Gehrmann, welche als Mitglied des „Kompetenzteams Digitales Therapielabor“ mit ihrer Expertise zur Seite stand. Die Begeisterung war groß und es wurden bereits vor Ort Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Alltagsbegleitung oder der Pflege diskutiert. Besonderen Anklang fanden die Augmented-Reality-Brillen, die von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Katharina Meyer programmiert und vorgestellt wurden.
Ein solches neuromotorisches Training in Form von ansprechenden digitalen Spielmöglichkeiten kann Funktionen im Nervensystem gezielt, individualisiert und unterhaltsam trainieren. So kann gerade auch bei älterwerdenden Menschen die Gesundheit erhalten oder nach einer Erkrankung wiederhergestellt werden.
Möglich gemacht hatten den Termin Prof. Dr. Petra Rolfes-Gehrmann von der HSHL, die das digitale Therapielabor zusammen mit Kolleg:innen betreut, sowie Laura Bisinger von der Fachstelle Leben im Alter, die sich im vergangenen Jahr für diese Kooperation eingesetzt hatte. In enger Zusammenarbeit fanden bereits mehrere erfolgreiche Veranstaltungen mit älterwerdenden Menschen im digitalen Therapielabor statt Insbesondere durch Veranstaltungen dieser Art soll – immer im Sinne der älteren Bevölkerung Hamms - eine enge Vernetzung zwischen Forschung und Praxis ermöglicht werden.
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