Meldungsdatum: 28.04.2026
Mit dem Simulations-Rettungswagen macht der Rettungsdienst in dieser Woche Station an allen drei kreiseigenen Berufskollegs. In dem so genannten SIM-RTW werden normalerweise die Nachwuchskräfte im Rettungsdienst möglichst realitätsnah ausgebildet. An den Berufskollegs werden jetzt an verschiedenen Stationen die nötigen Handgriffe gezeigt, um Menschen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu helfen. „Wir freuen uns, dass der Auftakt hier bei uns am Börde-Berufskolleg stattfindet“, sagt Bettina Ademmer, Lehrerin am Börde-Berufskolleg und Expertin für Medizinalfachberufe, die die Aktion eng begleitet und gute Chancen sieht, auf diesem Weg zahlreiche weitere motivierte Ersthelfer zu gewinnen. Am Mittwoch, 29. April, findet die Aktion am Lippe-Berufskolleg in Lippstadt und am Donnerstag, 30. April, am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg in Soest statt.
Im September 2021 ging die Ersthelfer-App Corhelper an den Start, über die die Einsätze koordiniert werden. Inzwischen machen kreisweit rund 1.560 qualifizierte Ersthelfer mit. Seither konnten im Kreis Soest durch den Einsatz der Corhelper 57 Menschen vor dem Tod bewahrt werden. Das zeigt ein Blick in die Statistik, die Hans-Peter Trilling führt. Der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Soest sagt: „Je früher mit Maßnahmen der Ersten Hilfe begonnen wird, desto größer ist die Überlebenswahrscheinlichkeit. Unser Ziel ist es jetzt, das Helfernetz noch dichter zu knüpfen. Dann können sicherlich noch weit mehr Menschen gerettet werden.“
Deshalb rührt der Kreis Soest die Werbetrommel an den kreiseigenen Berufskollegs. Hier gehen mehrere Tausend junge Erwachsene zur Schule. Die ideale Zielgruppe, denn: Lebensretter werden kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und einen zertifizierten Erste-Hilfe-Kurs absolviert hat, der nicht länger als zwei Jahre her ist und nach Ablauf dieser Frist zu wiederholen ist. Das Besondere an der Aktion: Die Zertifizierung für Corhelper ist direkt vor Ort möglich! Weitere Voraussetzungen sind ein Handy mit Android- oder iOS-Betriebssystem und das erfolgreiche Absolvieren einer Online-Schulung zur Ersthelfer-App. Helferinnen und Helfer sind über den Kreis Soest versichert, und zwar mit einer Unfall- und Haftpflichtversicherung.
Die Ehrenamtlichen sind natürlich kein Ersatz für Notarzt oder Notfall- und Rettungssanitäter. Sie sind eine sinnvolle Ergänzung: Wenn jemand Hilfe braucht, ist der Rettungswagen in aller Regel innerhalb kurzer Zeit nach Absetzen des Notrufs 112 zur Stelle. Beim Herz-Kreislauf-Stillstand kann Hilfe in den wenigen, aber wichtigen Minuten bis zum Eintreffen des Rettungswagens über Leben und Tod entscheiden.
Wer in seiner Freizeit Leben retten und als Corhelper Teil der Rettungskette werden möchte, kann ganz einfach mitmachen:
Für Rückfragen gibt es weitere Informationen unter Telefon 02921/303528 und per E-Mail an app-ersthelfer@kreis-soest.de.
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Pressekontakt: Pressestelle, Birgit Kalle, Telefon 02921/303200
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Beim Auftakt der Wiederbelebungsaktion an den kreiseigenen Berufskollegs zeigte der Rettungsdienst auch einen so genannten Autopulse, ein batteriebetriebenes, mechanisches Reanimationsgerät. Landrat Heinrich Frieling (4. von links) ließ sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Börde-Berufskollegs die Funktionsweise genau erläutern. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest
Im Reanimations-Race erfuhren die Schülerinnen und Schüler, in welchen Rhythmus bei der Wiederbelebung gedrückt werden muss. Josua und Philipp (Foto) erhielten dabei einige wertvolle Tipps. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest
Der Kreis hat eine Wiederbelebungsaktion an den Berufskollegs gestartet: Kolleginnen und Kollegen aus dem Rettungsdienst zeigen den Schülerinnen und Schülern die mitunter lebensrettenden Handgriffe. Ziel ist auch, weitere registrierte Corhelper zu gewinnen. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest
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Die Kreisverwaltung Soest im Überblick:
Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.600 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Mit dem Kreistag ist sie Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in vielen Bereichen wie Bildung, Jugend, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Soziales und Gefahrenabwehr war. Sie betreibt den Rettungsdienst, zwei Zulassungsstellen, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag gestaltet und kontrolliert mit seinen Mitgliedern die Aufgabenwahrnehmung.