Meldungsdatum: 24.04.2026
Der Jugendhilfeausschuss hat am Mittwoch, 22. April, den Kinder- und Jugendförderplan für die Jahre 2025 bis 2030 beschlossen. Der Plan legt die strategische Ausrichtung der Kinder- und Jugendarbeit in Mönchengladbach für die kommenden fünf Jahre fest.
Der Plan dient als verbindliche Grundlage für die Weiterentwicklung von Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, der Schulsozialarbeit sowie des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten. Der Förderplan wurde in einem breit angelegten Beteiligungsprozess erarbeitet. Fachkräfte, Träger der Jugendhilfe sowie Jugendliche selbst haben ihre Perspektiven eingebracht. Dadurch entsteht eine praxisnahe Grundlage für die zukünftige Arbeit.
Konkrete Maßnahmen und Beispiele aus der Praxis:
Der Kinder- und Jugendförderplan wird bereits heute im Alltag vieler junger Menschen sichtbar. Denn Kinder und Jugendliche gestalten ihre Stadt ganz konkret mit. Bei der Neugestaltung von Spielplätzen bringen sie ihre Ideen ein, bewerten Entwürfe und entscheiden mit, welche Angebote umgesetzt werden. Die Erfahrung zeigt: Wo Kinder beteiligt werden, werden die Flächen stärker genutzt und verantwortungsvoller behandelt.
Auch politisch gibt es neue Mitbestimmungsmöglichkeiten. Das Jugendparlament, das 2024 erstmals gewählt wurde, bringt die Interessen junger Menschen direkt in die kommunalpolitischen Gremien ein.
Für unterschiedliche Lebenslagen gibt es gezielte Angebote vor Ort: Im queeren Jugendzentrum „True Colours“ finden junge Menschen geschützte Räume für Austausch und Unterstützung. Im Jugend- und Kulturlokal JuLooX können sie eigene Projekte umsetzen und sich kreativ einbringen.
Beim Übergang von der Schule in den Beruf begleiten Einrichtungen wie die Jugendwerkstatt Kuhle 8 junge Menschen ganz praktisch. Sie erwerben dort berufliche Fähigkeiten, holen Schulabschlüsse nach und entwickeln Perspektiven. Ergänzend unterstützen Beratungsangebote wie ZOOM und MOVE.
Auch die digitale Lebenswelt wird stärker in den Blick genommen. Projekte zur Medienkompetenz vermitteln den sicheren Umgang mit digitalen Medien und greifen Themen wie Cybermobbing oder Desinformation auf.
Zudem werden bestehende Angebote stärker vernetzt. Jugendhilfe, Schulen und soziale Träger arbeiten enger zusammen, um Übergänge zu erleichtern und Unterstützung besser aufeinander abzustimmen.
Der Kinder- und Jugendförderplan 2025–2030 bündelt diese Ansätze und schafft eine verlässliche Grundlage für die kommenden Jahre. Erstmals liegt er in einem hybriden Format vor. Neben einer gedruckten Fassung gibt es digitale Ergänzungen. Inhalte können so fortlaufend aktualisiert und erweitert werden. Damit entsteht ein flexibles Instrument, das die Kinder- und Jugendarbeit in Mönchengladbach langfristig stärkt und weiterentwickelt.
Stimmen zum Kinder- und Jugendförderplan 2025–2030
Beigeordneter Sebastian Dreyer: „Der Kinder- und Jugendförderplan ist weit mehr als ein strategisches Papier. Er gibt uns einen klaren Fahrplan, wie wir junge Menschen in Mönchengladbach konkret unterstützen. Dabei setzen wir bewusst auf Beteiligung, auf verlässliche Strukturen und auf Angebote, die sich an den tatsächlichen Lebensrealitäten orientieren.“
Klaus Röttgen, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie: „Der Förderplan zeigt, wie breit und differenziert die Angebote in Mönchengladbach bereits sind. Gleichzeitig macht er deutlich, wo wir weiterentwickeln müssen etwa bei der Vernetzung, bei der Ansprache neuer Zielgruppen oder bei digitalen Themen.“
Der Kinder- und Jugendförderplan 2025–2030 kann hier abgerufen werden.
Er ist dieser Meldung auch als PDF-Datei angefügt.
Der Beigeordnete Sebastian Dreyer, Bezirksjugendpflegerin Heike Kox, Rebekka Motte von der Jugendhilfeplanung und Jugendamtsleiter Klaus Röttgen haben den Kinder- und Jugendförderplan für 2025 bis 2030 vorgestellt.©Stadt MG
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