Presseservice / Flensburg

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Schafherde im Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet Twedter Feld 2026

Flensburg - 29.04.2026

Ab voraussichtlich 04.Mai werden die ökologisch hochwertigen Offenlandflächen im Westen des Flensburger Naturschutzgebietes Twedter Feld wieder durch die Wanderschafherde der Schäferei Obere Treenelandschaft beweidet.

Die Beweidung findet nun schon im 16. Jahr statt und wird durch das Land Schleswig-Holstein beauftragt.

Zur Pflege und Erhaltung der Trocken-, Magerrasen- und Heidebestände mit vielen Rote-Liste-Arten wird eine Herde aus ca. 600 Schafen (Heidschnucken) und Ziegen eingesetzt. Ziel ist es, die gefährdeten, licht- sowie wärmebedürftigen und besonders auf Nährstoffarmut angewiesenen Arten und Biotope im Naturschutzgebiet zu erhalten und zu fördern.

Ohne die Beweidung würden sich die Biotope schnell zu einem Wald entwickeln. Dabei gingen die bedrohten Arten verloren.

Zudem entzieht die Beweidung dem Boden Nährstoffe, wodurch die Standortbedingungen für die geschützten Arten erhalten bleiben oder sich verbessern. 

Die Schäferin Angela Dornis ist mit ihrer Herde und den altdeutschen Hütehunden für etwa eine Woche im Flensburger Naturschutzgebiet. Zuvor werden auch noch städtische Grünflächen im Nordosten Flensburgs beweidet. Da hierbei z.T. auch städtische Straßen überquert oder für kurze Zeit genutzt werden müssen, werden Autofahrende gebeten, im Flensburger Nordosten dann entsprechend vorsichtig zu fahren und Rücksicht zu nehmen. 

Die Wanderschafherde im Twedter Feld ist ein lohnendes Ausflugsziel gerade mit Kindern und bietet schöne Fotomotive. 

Für einen unbeschwerten Ausflug zu den Schafen im Naturschutzgebiet Twedter Feld weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen. Die Hütehunde können aggressiv auf andere Hunde reagieren.

Hunde dürfen - auch deshalb - im Naturschutzgebiet nur angeleint und nur auf den Wegen mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Das Laufenlassen an einer Langleine außerhalb des Weges ist ebenfalls nicht zulässig.

Die Wege sollten während der Beweidungsphase allerdings möglichst ohne Hund aufgesucht werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten. 

Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden auch 2026 sogenannte Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet umgesetzt.

Zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt ist es u.a. erforderlich, sich ausbreitende nicht heimische Pflanzen - sogenannte Neophyten – zu entfernen. Diese Pflanzen gelangen leider oft durch die illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet und breiten sich dort zu Lasten geschützter Arten und Biotope aus. Daher bittet die Stadtverwaltung nachdrücklich darum, keinerlei Pflanzen, Gartenabfälle oder sonstige Stoffe in das Schutzgebiet einzubringen!

Die Maßnahmen im Naturschutzgebiet werden vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung finanziert.

 

 

Pressekontakt: Stadt Flensburg, Christian Reimer


Stadt Flensburg​Rathausplatz 1​24937 FlensburgTelefon: 0461-850Fax: 0461-852971E-Mail: stadtverwaltung@flensburg.de