Meldungsdatum: 30.04.2026
Am östlichen Rand des Ruhrgebiets spielt der Bergbau eine prägende Rolle. Auch wenn das barocke Schloss auf dem Berg thront, wurden am Fuß des Berges ab 1980 die Schächte 6 und 7 der Zeche Haus Aden abgeteuft und in Betrieb genommen. Sie dienten ausschließlich der Bewetterung und stießen von Anfang an auf örtlichen Widerstand. Die Motive des Bergbaus und die mit ihm verbundenen Menschen in den Werken von Alfred Schmidt (Remscheid 1930–1997 Gelsenkirchen-Buer) – vor allem seine Zeichnungen, aber auch seine Texte – sind so in der ländlich wirkenden Umgebung kontextualisiert. Schmidts Werk ist wegweisend für nach wie vor aktuelle Debatten über den Strukturwandel des Ruhrgebiets: Er zeigt, wie Industrie und Natur ineinandergreifen, reflektiert den Umgang mit renaturierten Zechenstandorten und stellt Fragen zur Erinnerungskultur.
Über den Künstler
Alfred Schmidt studierte Design, Malerei und Architektur in Wuppertal. Bis Mitte der 1970er-Jahre beschäftigte er sich überwiegend mit Design, bevor er ab 1975 begann, in den Bergwerken des Ruhrgebiets „unter Tage“ zu malen und zu zeichnen. Seine Zeichnungen stehen in der Tradition eines präzisen, zugleich expressiven Realismus. Ähnlich der Neuen Sachlichkeit dokumentiert er Industriearchitektur und Menschen mit großer Detailgenauigkeit, greift auf die Ästhetik technischer Zeichnungen zurück und verwandelt sie in künstlerische Reflexionen über Arbeit, Landschaft und Geschichte.
Eröffnung mit Feier
Die Ausstellung wird am 10. Mai um 11 Uhr feierlich eröffnet. Der Eintritt in das Museum ist an diesem Tag frei. Es begrüßen Landrat Mario Löhr und Kulturdezernent und Kreisdirektor Philipp Reckermann sowie die Leiterin der Stabsstelle Kultur und Tourismus Marion Freitag und künstlerischer Leiter Arne Reimann. Musikalisch wird die Eröffnung von Norbert Labatzki und Anke Göntgen begleitet. Die Ausstellung ist dann bis zum 25. Oktober 2026 während der Öffnungszeiten im Museum zu sehen. Das Rahmenprogramm verspricht wieder spannende Themenführungen und Specials für Jung und Alt. Alle Informationen zur Ausstellung sind zu finden unter: www.museum-schloss-cappenberg.de. PK | PKU
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