Meldungsdatum: 05.05.2026

Generalmusikdirektor Mihkel Kütson verlängert Vertrag bis 2033

Seit 2012 ist der estnische Dirigent am Gemeinschaftstheater tätig

Mihkel Kütson bleibt bis 2033 Generalmusikdirektor des Theaters Krefeld und Mönchengladbach. Sein Vertrag wurde seitens der beiden Städte als Gesellschafter ab 2028 um weitere fünf Jahre verlängert. Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist der estnische Dirigent am Gemeinschaftstheater und führt als Generalmusikdirektor die Niederrheinischen Sinfoniker. In dieser Spielzeit dirigiert er unter anderem „La Bohème“ von Giacomo Puccini, Giuseppe Verdis Oper „La traviata“ und die Oper „Romeo und Julia“ nach William Shakespeare.

Die Oberbürgermeister der beiden Städte zeigen sich zufrieden mit der Verlängerung. „Die Niederrheinischen Sinfoniker verfügen über ein klares Profil und eine enorme Bandbreite: Diese Vielfalt und musikalische Qualität hat Mihkel Kütson über Jahre geprägt und ausgestaltet“, erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer. „Sein Wirken findet weit über die Region hinaus Anerkennung. Ich bin froh, dass wir erneut mit ihm verlängern konnten: Er wird mindestens 20 Jahre an unserem Theater bleiben – das kann man schon als Ära bezeichnen.“

Sein Mönchengladbacher Amtskollege Felix Heinrichs betont: „Die Niederrheinischen Sinfoniker stehen exemplarisch für die kulturelle Stärke und Vielfalt unserer Region: Das Orchester verbindet Konzert- und Musiktheaterbetrieb auf höchstem Niveau, begeistert mit stilistischer Vielfalt und erreicht mit innovativen Formaten ein breites Publikum. Daran hat Mihkel Kütson einen entscheidenden Anteil. Ich freue mich, dass er als musikalischer Botschaftervon Krefeld und Mönchengladbach weitermacht.“

Mihkel Kütson erklärt zur Vertragsverlängerung: „Ich danke den Gesellschaftern sowie unserem Publikum sehr herzlich für das Vertrauen und die besondere Wertschätzung, die meiner bisherigen künstlerischen Arbeit entgegengebracht wurden. Dass ich die musikalische Qualität der Niederrheinischen Sinfoniker und des Theaters Krefeld und Mönchengladbach weiterentwickeln und vertiefen darf, erfüllt mich mit großer Freude und tiefer Verbundenheit.“

Geboren in Tallinn (Estland), studierte Mihkel Kütson zunächst in seiner Heimatstadt und dann als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in der Dirigierklasse von Prof. Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Meisterkurse bei Kurt Sanderling, Fabio Luisi und Kurt Masur prägten seinen Werdegang. Mit nur 27 Jahren wurde er zum Generalmusikdirektor des Theaters Vanemuine und des Vanemuine Sümfooniaorkester in Estland berufen. Von 2001 bis 2006 war er eng mit der Niedersächsischen Staatsoper Hannover verbunden, zunächst als Gastdirigent und von 2002 an als Erster Kapellmeister. Dort hatte er die Möglichkeit, sein breites Repertoire weiter auszubauen. Mittlerweile umfasst es rund 70 Bühnenwerke.

2002 wurde Mihkel Kütson ins Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrates aufgenommen und erhielt im Oktober 2006 als erster Dirigent den Deutschen Dirigentenpreis. Von 2007 bis 2012 war er Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein, bevor er an den Niederrhein wechselte. Für die Einspielung einer CD mit Werken von Alexander Glazunov, insbesondere dessen Sinfonie Nr. 7, erhielten Mihkel Kütson und die Niederrheinischen Sinfoniker im Oktober 2022 den Opus Klassik in der Kategorie „Sinfonische Einspielung“.

Gastverträge führten ihn unter anderem an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Estnische Nationaloper und die Deutsche Oper am Rhein. Als Gastdirigent arbeitete er mit zahlreichen Orchestern wie der Staatskapelle Dresden, dem WDR-Sinfonieorchester, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Düsseldorfer Symphonikern, den Nürnberger und Stuttgarter Philharmonikern, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem National Symphony Orchestra of Ireland, dem Warsaw Philharmonic und der Philharmonia Taiwan zusammen.

 

 


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Mihkel Kütson©Julian Scherer

©  Julian Scherer
Mihkel Kütson©Julian Scherer

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