Meldungsdatum: 07.05.2026

Batteriespeicher von Photovoltaikanlagen: Brandgefahr nach Wasserkontakt

Hinweise der Feuerwehr zum Umgang mit Batteriespeichern

Viele Haushalte haben eine Photovoltaikanlage und für diese auch einen Batteriespeicher. Nach einem Wasserschaden kann der Speicher zur Gefahr werden. Darauf weist das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IfS) hin. Auch Tage nach dem Trocknen bestehe eine erhöhte Brandgefahr.

Die Akkuzellen können beschädigt werden, sobald Wasser in den Stromspeicher eindringt. Manchmal reichen schon geringe Mengen Wasser, die durch die Lüftungsschlitze eindringen. Vom optischen Eindruck sollten sich die Eigentümer nicht täuschen lassen: Selbst wenn der Batteriespeicher unbeschädigt wirkt, besteht laut IfS die Gefahr von Kurzschlüssen oder Überhitzung der Akkuzellen.

„Viele Besitzer von Photovoltaikanlagen wissen nicht, dass dieses Risiko besteht. Darum ist uns wichtig, darüber zu informieren und Tipps für einen möglichst sicheren Umgang zu geben“, sagt Kreisbrandmeister Robert Gurk.

Sollte es durch Starkregen, Hochwasser, Überschwemmungen oder anderweitig zum Kontakt des Batteriespeichers mit Wasser kommen, empfiehlt die Feuerwehr, den Speicher und die Solaranlage abgeschaltet zu lassen und Abstand zu halten. „Wenn ein PV-Speicher sich ganz oder teilweise unter Wasser befunden hat, kann nur ein Fachunternehmen entscheiden, ob dieser weiter einsetzbar ist oder entsorgt werden muss. Das sollte möglichst schnell kontaktiert werden“, so der Kreisbrandmeister. „Wir empfehlen außerdem, die Anlage bis zum Eintreffen der Fachleute zu überwachen. Falls der Speicher Geräusche macht oder qualmt, sollte, soweit gefahrlos möglich, die Tür zum betroffenen Raum sofort geschlossen werden, damit die Ausbreitung von Rauch und Feuer verhindert wird. Alle Personen sollten das Gebäude sofort verlassen und die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 alarmieren.“

Weitergehende Informationen:
Der BVES – Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V. hat eine Broschüre zu dem Thema erstellt: https://www.bves.de/publikation/sicherheitshinweis-hochwasser-wasserschaden/ 
Weitere Informationen zum Thema finden sich auch beim Institut für Schadensverhütung: https://www.ifs-ev.org/pvspeicher-wasserschaden/ 

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Küchmeister, Telefon: 02361/534512, E-Mail: s.kuechmeister@kreis-re.de


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©  Kreis Recklinghausen, Sebastian Balint
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