Meldungsdatum: 08.05.2026
Am östlichen Rand des Ruhrgebiets spielt der Bergbau eine prägende Rolle. Auch wenn das barocke Schloss auf dem Berg thront, wurden am Fuß des Berges ab 1980 die Schächte 6 und 7 der Zeche Haus Aden in Bergkamen abgeteuft und in Betrieb genommen. Beim Pressegespräch vor Beginn der Ausstellung erzählten vier ehemalige Bergleute der Zeche Haus Aden ihre Geschichte. In der Ausstellung wird auch eine Nachbildung des Barbara Stollens gezeigt, den Besucherinnen und Besucher betreten und anschauen können. Für alle, die einen coolen Fotospot suchen und einen Teil der Arbeit der Bergleute ausprobieren wollen, stellt das Museum einen echten Abbauhammer aus.
Die Motive des Bergbaus und die mit ihm verbundenen Menschen in den Werken von Künstler Alfred Schmidt– vor allem seine Zeichnungen, aber auch seine Texte – sind so in der ländlich wirkenden Umgebung kontextualisiert. Ab 1975 begann er, unter Tage sehr präzise und detailreich zu malen und zu zeichnen – die Arbeiter, aber auch die Umgebung in den Zechen. Schmidts Werk ist wegweisend für nach wie vor aktuelle Debatten über den Strukturwandel des Ruhrgebiets: Er zeigt, wie Industrie und Natur ineinandergreifen, reflektiert den Umgang mit renaturierten Zechenstandorten und stellt Fragen zur Erinnerungskultur.
Veranstaltungen im Mai
Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober 2026 während der Öffnungszeiten im Museum zu sehen. Das Rahmenprogramm verspricht wieder spannende Themenführungen und Specials für Jung und Alt. Im Mai werden noch zwei Veranstaltungen angeboten: Zum einen findet am Sonntag, 17. Mai der internationale Museumstag statt, den das Museum Schloss Cappenberg zum Anlass nimmt, mit den Besuchenden in den Austausch zu gehen. Von 16 bis 17 Uhr gibt es eine kooperative Führung, bei der die Besucherinnen und Besucher von ihren Begegnungen und Erfahrungen in Museen berichten können. Außerdem soll es um Fragen gehen wie: Was macht ein Museum für Sie aus? Was schätzen Sie an diesem Ort? Was kann ein Museum, was kann es nicht und was sollte es bieten? Durchgeführt von Elias Bendfeldt, will das Museum einen intensiven Austausch über das Museum als Ort vielfältiger Begegnungen anregen. Eintritt frei!
Zum anderen wird es am Sonntag, 31. Mai dann kreativ: Kinder ab fünf Jahren können gemeinsam mit ihren Familien kreative Experimente mit Kohle durchführen. Inspiriert von den Werken aus der Ausstellung erleben die Familien das Material „Kohle“ mit allen Sinnen: fühlen, hören, zeichnen, vermischen, Spuren hinterlassen. An Mitmachstationen wird experimentiert, bevor jede Familie ihr eigenes großes Bild zwischen „unter Tage“ und „über Tage“ gestaltet – von Dunkelheit zu Licht, von Bergbau zu Zukunft. Schmutzig machen ausdrücklich erwünscht! Der Kostenbeitrag beläuft sich auf sechs Euro für Erwachsene, Kinder sind frei. Anmeldung unter museum@kreis-unna.de oder 0 23 03 27-70 41 (Besucherservice).
Alle Informationen zur Ausstellung sind zu finden unter: www.museum-schloss-cappenberg.de.
PK | PKU
BU 1: Die Leiterin des Bereichs Kultur und Tourismus Marion Freitag (zweite v.l.) stellte gemeinsam mit Kurator Arne Reimann (dritter v.r.) die Austellung vor. Mit dabei: Vier ehemalige Bergleute aus Bergkamen und Selms Bürgermeister Heinz-Georg Moers (r.).
BU 2: Der Nachbau des sogenannten Barbara Stollens aus dem Bergwerk Haus Aden in Bergkamen.
BU 3: Alfred Schmidt malte nicht nur die Zechen selbst, sondern portraitierte auch die Arbeiter.
BU 4: Die Ausstellung wird noch bis Ende Oktober zu sehen sein und verspricht ein spannendes Rahmenprogramm rund um den Bergbau.
Pressekontakt: Lea Malzer | Fon 02303 27-1713 | E-Mail lea.malzer@kreis-unna.de
Die Leiterin des Bereichs Kultur und Tourismus Marion Freitag (zweite v.l.) stellte gemeinsam mit Kurator Arne Reimann (dritter v.r.) die Austellung vor. Mit dabei: Vier ehemalige Bergleute aus Bergkamen und Selms Bürgermeister Heinz-Georg Moers (r.).
Der Nachbau des sogenannten Barbara Stollens aus dem Bergwerk Haus Aden in Bergkamen.
Alfred Schmidt malte nicht nur die Zechen selbst, sondern portraitierte auch die Arbeiter.
Die Ausstellung wird noch bis Ende Oktober zu sehen sein und verspricht ein spannendes Rahmenprogramm rund um den Bergbau.
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