Nr. 138 Kreis Steinfurt, 11. Mai 2026
Kreis Steinfurt. Sie streifen nachts durch unsere Gärten, ernähren sich von Schnecken, Würmern und Insekten und halten so Schädlinge in Schach. Igel lieben besonders die wilden Ecken in unseren Gärten: In Laubhaufen, Totholz und Hecken fühlen sich die stacheligen, nützlichen Gesellen wohl. Seit einiger Zeit lauert dort neben natürlichen Feinden wie dem Dachs oder größeren Greifvögeln ein menschengemachtes Ungemach: der Mähroboter.
„Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Man sagt auch: Sie igeln sich ein. Beim Kontakt mit einem Mähroboter führt dieser Schutzmechanismus allerdings dazu, dass die Tiere von dem Gerät überrollt werden“, erklärt Stefan Bendick, Leiter der unteren Naturschutzbehörde. Auch für andere nachtaktive Kleintiere wie die Erdkröte stellen Mähroboter eine Gefahr dar, weil die Tiere nicht schnell genug flüchten können. „Die Geräte können Kleintiere vollständig überrollen und mit ihren Schneidewerkzeugen teils schwere bis tödliche Verletzungen verursachen“, weiß Stefan Bendick. Auch am Tage besteht für Kleintiere, die im Garten unterwegs sind, ein erhebliches Verletzungsrisiko. Deshalb sollte auch beim Einsatz von Schneide- und Mähgeräten tagsüber darauf geachtet werden, ob die Rasenfläche frei ist.
Der Kreis bittet Privatpersonen eindringlich, Rücksicht auf die heimische Tierwelt in unseren Gärten zu nehmen und vor allem auf nächtliches Mähen von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang zu verzichten. Statt ein nächtliches Fahrverbot für Mähroboter auszusprechen, klärt die Behörde auf und appelliert an die Verantwortung der Menschen für die Tiere. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, Mähroboter nachts auszuschalten und andere Tageszeiten zu nutzen“, betont Stefan Bendick abschließend.
Wer einen verletzten Igel findet, kann sich an die Wildtierauffangstation in Rheine (Telefon 05971/9919858, E-Mail konniholzmann@gmx.de ) wenden. Sie nimmt hilfsbedürftige, verletzte Igel auf. Alternativ ist eine Meldung auch per WhatsApp an 0162 8219488 (bitte mit Foto und Postleitzahl) möglich. Wertvolle Hilfestellung bietet zudem die App „Wildtier SOS (Informationen zur App gibt es unter www.wildtier-sos.de).
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