Meldungsdatum: 11.05.2026
Per Bimmelbahn gibt es beim „Tag der offenen Tür“ Führungen über das Klärwerk. Dabei erfahren die Gäste Wissenswertes über die verschiedenen Reinigungsstufen – und was alles nicht über die Toilette entsorgt werden darf. Darüber hinaus gibt es kreative Mitmach-Aktionen für Klein und Groß sowie Live-Musik. An Infoständen erfahren Interessierte zudem Spannendes über die verschiedenen Aufgaben und Projekte des Lippeverbandes in der Region.
Foodtrucks sorgen für das leibliche Wohl der Besucher*innen – hier können Snacks und Getränke erworben werden. Auch vegane Angebote wird es geben.
Organisatorischer Hinweis zum Parken
Die Parkmöglichkeiten vor Ort sind begrenzt. Besucherinnen und Besucher werden daher gebeten, nach Möglichkeit mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß anzureisen. Alternativ verkehrt ein Bus-Shuttle ab 10.45 Uhr halbstündlich zwischen dem Parkplatz an der Industriestraße und der Kläranlage.
Die Kläranlage Lünen-Sesekemündung
Der Lippeverband betreibt die Kläranlage Lünen-Sesekemündung bereits seit 1969. Das Werk ist auf 200.000 Einwohnerwerte (Menschen plus Industrieunternehmen) ausgelegt. Jährlich werden hier mehr als 25 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Pro Sekunde fließen der Anlage rund 850 Liter Abwasser zu, die mit modernen Techniken von der Schmutzfracht befreit werden. Die Kläranlage ist somit eine Voraussetzung für eine gute Gewässerqualität in der Lippe und für das blaugrüne Leben im längsten Fluss Nordrhein-Westfalens.
Das Besondere an dem Standort ist, dass der Lippeverband auf dem angrenzenden Gelände seit September 2023 ein Ausbildungszentrum betreibt, in dem jährlich bis zu 24 Nachwuchskräfte für mechanische, elektrotechnische und umwelttechnische Berufe ausgebildet werden.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
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