Nr. 161 Kreis Steinfurt, 12. Mai 2026
Kreis Steinfurt. Der Kreis Steinfurt strebt das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 an und nimmt bei den Themen Erneuerbarer Energien, Energieeinsparungen und Klimaschutz eine Vorreiter-Rolle ein. Die Kreisverwaltung hingegen hat das Ziel kommuniziert, sogar bis 2030 bereits klimaneutral zu sein und Energieverbräuche sowie vor allem die CO₂-Emissionen seiner Liegenschaften zu reduzieren.
Der jetzt vorgestellte Energiebericht 2026 dient als geeignetes Informations- und Kontrollinstrument, um Energieverbräuche transparent zu machen.
Klaus Overesch, Leiter der Gebäudewirtschaft des Kreises, führt aus: „Es sollen Handlungsbedarfe identifiziert und bei künftigen Investitionsentscheidungen als eine wichtige Basis herangezogen werden. Auf diesem Weg sollen die Energieverbräuche und -kosten nachhaltig gesenkt und die Treibhausgasemissionen weiter reduziert werden.“
Der Bericht baut auf den bisherigen Auswertungen auf und greift auf Energieverbrauchsdaten bis zum Jahr 2005 zurück. „Wir haben die bestehende interne Datengrundlage fortgeführt und um Ansätze aus dem zuletzt extern erstellten Energiebericht 2023 ergänzt, insbesondere Kennwertvergleiche nach Gebäudetypen“, erläutert Christian Käufler, seit Sommer vergangen Jahres Energiemanager beim Kreis Steinfurt.
Der Energiebericht 2026 zeigt zusammenfassend kontinuierlich sinkende CO₂-Emissionen, die sich auch ohne die Berücksichtigung der seit 2022 abgeschlossenen Öko-Tarife für Strom und Gas deutlich abbilden. Gegenüber 2005 sind die CO₂-Emissionen demnach um 54 Prozent zurückgegangen. Mit Anrechnung der Öko-Tarife, die für das Ziel der klimaneutralen Kreisverwaltung zu berücksichtigen sind, ist im Jahr 2025 eine Emissionsreduktion gegenüber dem Jahr 2005 von 92 Prozent festzustellen.
Im Trend gehen auch Wasser- und Wärmeverbräuche zurück, auch wenn in den vergangenen Jahren ebenfalls Anstiege zu sehen sind und beim Wasserverbrauch größere Schwankungen auftreten. Der Stromverbrauch ist nach einer Zeit des Rückgangs – bezogen auf die Gebäudeflächen in den vergangenen Jahren – wieder leicht angestiegen. Das Ansteigen hängt möglicherweise mit der zunehmenden Digitalisierung sowie Elektrifizierung im Wärme- und Mobilitätssektor zusammen, die bisher noch nicht vollständig abgebildet sind. Im Bereich der Mobilität treten diese Stromverbräuche zudem unabhängig von Gebäudeflächen zusätzlich auf.
Um das Ziel der klimaneutralen Kreisverwaltung 2030 zu erreichen, werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. So wird der weitere Ausbau von Photovoltaik-Anlagen beschleunigt und Energie über die zuvor genannten Öko-Tarife beschafft. Derzeitige und künftige Gebäudesanierungen und Neubauten erfolgen nach ambitionierten energetischen Standards und die Wärmeversorgung wird schrittweise auf Hybridsysteme oder vollständig regenerative Systeme umgestellt. Wert legt Klaus Overesch darauf „dass bei allen Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit als ein wesentlicher Faktor im Blick behalten wird“.
Parallel wird derzeit ein systematisches Energiemanagement aufgebaut, das Energieströme und Gebäudekennwerte automatisiert erfasst und auswertet. Damit will die Gebäudewirtschaft des Kreises weitere Einsparpotenziale identifizieren, wirtschaftlich bewerten und realisieren. Hierzu hat der Kreis Steinfurt Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative zum Förderschwerpunkt 4.1.2 „Implementierung und Erweiterung eines Energiemanagements“ erhalten. Christian Käufler ergänzt abschließend: „Durch systematisches Energiemanagement und zukunftsfähige Projekte werden Klimaneutralität, Energieeinsparung und Effizienz weiter vorangetrieben.“
Der Energiebericht kann direkt über www.kreis-steinfurt.de/energiebericht abgerufen werden.
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