Meldungsdatum: 12.05.2026
Dort, wo die renaturierte Emscher, der revitalisierte Suderwicher Bach und der Rhein-Herne-Kanal aufeinandertreffen, ist in den vergangenen Jahren auf rund 30 Hektar der Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ entstanden. Bei der Tour „Blaugrünes Emscherland: Vom Emscher-Umbau zum Natur- und Wasser-Erlebnis-Park“ können Interessierte Wissenswertes über die Entstehung des Emscherlandes, über Maßnahmen zum Hochwasserschutz, die Steigerung der Artenvielfalt sowie die Bedeutung des Projektes für Naherholung und Umweltbildung erfahren. Beim Rundgang durch den Park geben die Emscher-Guides darüber hinaus Einblicke in die Geschichte des Flusses und erklären, wie sich das Areal im Zuge der Umgestaltung von der ehemaligen „Köttelbecke“ zum blaugrünen Emscherland entwickelt hat und was dort heute erlebt werden kann.
Zu Fuß geht es durch den 2023 eröffneten Park – vorbei an renaturierten Bachauen, Streuobstwiesen und Staudenbeeten bis zu den Emscher-Terrassen mit Weinanbaufläche und Emscher-Strand. Auch das spektakuläre Brückenbauwerk „Sprung über die Emscher“ ist Teil der Route.
Die nächste Führung wird am kommenden Samstag, 12. Mai, von 16 bis 17.30 Uhr angeboten. Hier sind aktuell noch freie Plätze verfügbar. Weitere Führungen sind bereits bis September terminiert und ab sofort über das Tourismusbüro Recklinghausen oder über diesen Link buchbar: https://recklinghausen-tourismus.de/blaugruenes-emscherland.
Die Emscher-Guides
Gemeinsam mit mehreren Volkshochschulen hat die Emschergenossenschaft in speziellen Zertifikats-Lehrgängen Botschafterinnen und Botschafter des neuen blaugrünen Lebens an der Emscher ausgebildet. Die „Emscher-Guides“ zeigen nun auf geführten Touren, was es mittlerweile alles an dem einst offenen Schmutzwasserlauf zu erleben gibt: Zu Fuß erkunden die Teilnehmenden die Renaturierungsprojekte entlang der Emscher und erfahren mehr über die Geschichte des Flusses und wie Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Bildungsangebote mit naturnahen Erholungsmöglichkeiten von der Emschergenossenschaft und ihren Partnern in Einklang miteinander gebracht werden.
Fördermaßnahmen
Der Bau der Brücke „Sprung über die Emscher“ wurde im Zuge des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesbauministerium mit acht Millionen Euro gefördert. Inklusive des Natur- und Wasser-Erlebnis-Parks, der Renaturierung der Emscher und des Suderwicher Bachs, der Emscher-Promenade sowie der im Umfeld der Brücke neu entstandenen Freianlagen hat die Emschergenossenschaft an diesem Standort im Bereich des Wasserkreuzes rund 45 Millionen Euro in die Aufwertung des einstigen Meideraumes und zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Die Maßnahmen im Park sowie die Emscher-Promenade wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des NRW-Umweltministeriums gefördert.
Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de
Die wahrscheinlich schönste „Ecke“ im gesamten Emscher-Gebiet: Der im Zuge des „Emscherland“-Projektes entstandene Natur- und Wasser-Erlebnis-Park in Castrop-Rauxel und Recklinghausen – mitsamt renaturierter Emscher und neuem Suderwicher Bach – entstand mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des NRW-Umweltministeriums.
Die 412 Meter lange Brücke „Sprung über die Emscher“ bietet nahe des Natur- und Wasser-Erlebnis-Parks „Emscherland“ Fußgänger*innen und Radfahrenden eine Verbindung zwischen den Städten Castrop-Rauxel und Recklinghausen. Die 2024 eröffnete Brücke wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit acht Millionen Euro gefördert.
Mäandernd kann der Suderwicher Bach (rechts) nun in die ebenfalls renaturierte Emscher (links) münden - hier im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park "Emscherland" in Castrop-Rauxel/Recklinghausen.
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