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Meldungsdatum: 20.05.2026

Zeckensaison gestartet

Gesundheitsamt warnt vor Infektionen – Impfung gegen FSME möglich

Fast das ganze Jahr über sind Zecken unterwegs, doch die Zeckensaison startet jetzt – nämlich wenn die Temperaturen draußen wärmer werden und mehr Menschen in Wäldern, in Parks oder auf Wiesen unterwegs sind. Die kleinen Blutsauger lauern in hohem Gras oder in Büschen auf ihre Opfer und übertragen Viren und Bakterien, die manchmal schwere Erkrankungen verursachen. Das Kreisgesundheitsamt gibt Tipps zum Schutz vor einem Zeckenstich und Hinweise, was zu tun ist, falls man gestochen wurde.

Zecken kommen in ganz Deutschland vor – nicht nur in Risikogebieten – daher ist ein Zeckenstich auch in unserer Region möglich. Sorgen macht ein Stich, weil die winzigen Tiere beim Blutsaugen die Erreger der bakteriellen Infektionskrankheit Borreliose sowie der Viruserkrankung Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) übertragen können.

„Am besten ist es, Zeckenstiche so gut es geht zu vermeiden. Einfache Maßnahmen können dabei helfen, wie geschlossene Kleidung tragen, also lange Hosen und lange Ärmel, festes Schuhwerk und die Hosenbeine in die Strümpfe stopfen“, erklärt Dr. Margitta Neufeld, Ärztliche Leiterin des Gesundheitsamts. Doch auch zeckenabweisende Mittel auf der Haut und Kleidung können Abhilfe schaffen, wirken allerdings häufig nur einige Stunden. Dr. Neufeld rät: „Am besten Sie suchen sich und ihre Kinder nach dem Waldspaziergang oder dem Spielen im Garten sorgfältig nach Zecken ab. Denn, je schneller eine Zecke entfernt wird, desto niedriger ist das Risiko an Borreliose zu erkranken. Auch wenn nicht alle Zecken das Borreliose-Bakterium übertragen, gilt in dieser Hinsicht: Sicher ist sicher.“

Entfernt werden können Zecken mit einer Pinzette, Zeckenzange oder -karte. Die Zecke sollte so nah an der Haut gegriffen werden wie möglich und dann langsam herausgezogen werden. Anschließend sollte die Stichstelle mit Hautdesinfektionsmittel behandelt werden. Wenn sich die Stichstelle stark rötet oder sich ein rötlicher Ring um die Einstichstelle bildet, ist der Gang zum Arzt ratsam, da das ein Hinweis auf eine Borreliose sein könnte.

Eine Impfung gegen FSME ist zudem möglich. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine solche Impfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder sich darin öfters aufhalten und damit Zeckenstichen ausgesetzt sein können. Die Zecken breiten sich von Süddeutschland allerdings immer weiter nach Norden aus. Zurzeit gehört der Kreis Soest noch nicht zu den FSME-Risikogebieten. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurde in NRW der Stadtkreis Solingen als bisher einziges Risikogebiet ausgewiesen. Auch viele Urlaubsländer wie die Niederlande gehören dazu.

Weitere Informationen sowie Karten mit Risikogebieten gibt es beim RKI unter www.rki.de (siehe Infektionskrankheiten A-Z – Zecken). Spezielle Tipps für Kinder gibt die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung unter www.kindergesundheit-info.de (In die Suche „Zecken“ eingeben). Für Fragen rund ums Thema Zecken und die FSME-Impfung sind die Haus- und Kinderärzte die richtigen Ansprechpartner.

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Pressekontakt: Pressestelle, Judith Wedderwille, Telefon 02921/303027


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Winzige Plagegeister

©Katrin Lenze/ Kreis Soest
Winzige Plagegeister

Zecken sind recht klein. Einige Exemplare sind so winzig, dass sie mit bloßem Auge schlecht zu sehen sind. Foto: Katrin Lenze/ Kreis Soest


 

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