Meldungsdatum: 18.05.2026
Auf dem neuen Bauhof sollen künftig bis zu 16 Beschäftigte Platz finden, die aktuell noch auf dem Gelände der gegenüber liegenden Kläranlage Haltern-Mitte untergebracht sind. Für die Betriebsfahrzeuge – darunter landwirtschaftliche Trekker, Mobilbagger, Fahrzeuge zur Grünpflege sowie verschiedene Fahrgestelle zum Transport – ist eine Maschinenhalle inklusive Werkstatt und Waschplatz vorgesehen. Insgesamt umfasst das Gelände rund 2.700 Quadratmeter.
„Der neue Bauhof ist für unsere Stadt ein wichtiges Signal. Die modernen und zukunftsfähigen Eigenschaften stehen sinnbildlich für die langjährige und enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Haltern am See und dem Lippeverband. Gerade in den Bereichen Gewässerunterhaltung und Hochwasserschutz hat uns diese Partnerschaft in den vergangenen Jahren entscheidend vorangebracht, wie man am Beispiel des Deichneubaus in Lippramsdorf beobachten kann“, sagt Bürgermeister Andreas Stegemann.
Projekt mit ökologischem Grundgedanken
Planung, Bau und Betrieb des Bauhofs verfolgen einen nachhaltigen Ansatz: Holzfassaden, Gründächer und eine natürliche Versickerungsfläche – all das sieht nicht nur schön aus, sondern hat einen ökologischen Grundgedanken. Viele Grundmaterialien, die für den Bau des Verwaltungs- und Betriebsgebäudes verwendet werden, bestehen aus Massivholz oder sind recycelt. So verwendet der Lippeverband beispielsweise zur Auffüllung des Geländes Baustoffe wie Sand und Böden aus anderen Projekten.
„Als moderner Wasserwirtschaftsverband ist es unser Anspruch, Nachhaltigkeit nicht nur als Ziel zu formulieren, sondern sie ganzheitlich in die Planung und den Bau unserer Standorte zu integrieren. Der Bauhof in Haltern am See ist damit ein echtes Vorzeigeprojekt und zugleich richtungsweisend für unsere zukünftigen Bauvorhaben“, sagt Prof. Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik beim Lippeverband.
Auch die Wärme- und Energieversorgung folgt dem nachhaltigen Gesamtkonzept: Das Gebäude wird mit einer Wärmepumpe ausgestattet, während Photovoltaikanlagen auf den Dächern Solarenergie erzeugen. Ein Gründach sowie eine angrenzende Versickerungsfläche dienen als natürlicher Regenrückhalt, schonen die Kanalisation und verbessern das Mikroklima. Zur Förderung nachhaltiger Mobilität installiert der Lippeverband zwei Ladesäulen für E-Fahrzeuge.
Der Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum von Lippborg bis Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger ab dem 19. Januar 2026 auf jubilaeum.eglv.de.
Den ersten Spatenstich für den neuen Bauhof Haltern des Lippeverbandes setzten (v.li.) Michael Schulte-Althoff (Gewässermeister), Prof. Dr. Frank Obenaus (Vorstand für Wassermanagement und Technik beim Lippeverband), Bürgermeister Andreas Stegemann, Projektleiter Dr. Martin Mieden und Marcel Gorniak (Gruppenleiter im Betriebsbereich Westliche Lippe).
Den ersten Spatenstich für den neuen Bauhof Haltern des Lippeverbandes – in unmittelbarer Nähe zur Stever (in der Bildmitte) – setzten (v.li.) Michael Schulte-Althoff (Gewässermeister), Prof. Dr. Frank Obenaus (Vorstand für Wassermanagement und Technik beim Lippeverband), Bürgermeister Andreas Stegemann, Projektleiter Dr. Martin Mieden und Marcel Gorniak (Gruppenleiter im Betriebsbereich Westliche Lippe).
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