Meldungsdatum: 22.05.2026
Landrat Ralf Schwarzkopf eröffnete die Messe gemeinsam mit Dr. Ralf Geruschkat (Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen), Özgür Gökce (Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes) und Markus Märtens (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK). Als Schirmherr hob Schwarzkopf insbesondere die Bedeutung der Messe für den Märkischen Kreis hervor: „Inklusion ist weit mehr als eine soziale Aufgabe. Sie ist ein Gewinn für unseren Arbeitsmarkt. Wenn wir Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven gleiche Chancen eröffnen, stärken wir nicht nur ihre Teilhabe, sondern auch unsere Unternehmen und unsere gesamte Region.“
Anschließend folgte ein informativer Messerundgang, der Unternehmen, Institutionen und Interessierten die Möglichkeit bot, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über konkrete Wege für mehr Inklusion in der Arbeitswelt auszutauschen. Auch der Märkische Kreis war mit einem eigenen Stand vor Ort vertreten. Unter dem Titel #WirsindErmöglicher informierte die Kommunale Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) gemeinsam mit Netzwerkpartnern über Unterstützungsangebote für Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Schule in den Beruf. Ziel ist es, Unternehmen im Märkischen Kreis dafür zu gewinnen, jungen Menschen mit erschwerten Startbedingungen, etwa aufgrund eines Förderbedarfs, psychischer Beeinträchtigungen, eines Migrationshintergrundes oder eines schwachen Schulabschlusses, Praktika und Ausbildungsplätze anzubieten. „Es gibt viele tolle junge Menschen, die nur auf eine Chance warten, ihr Talent zu zeigen“, erzählte Karina Schiweck von der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA vor Ort. „Wir freuen uns über die positive Resonanz und darüber, dass sich die Unternehmen aus der Region mit diesem Thema auseinandersetzen.“
Was Inklusion auf dem Arbeitsmarkt bedeutet und wie Unternehmen diese praktisch umsetzen können, wurde in den angebotenen Impulsvorträgen vertieft. Dabei gab es praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Themenfelder. Die Referentinnen und Referenten zeigten unter anderem auf, wie Unternehmen durch inklusive Beschäftigung neue Fachkräfte gewinnen können und welche Voraussetzungen für einen gelungenen Einstieg in den Betrieb wichtig sind. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit der Gründung von Inklusionsabteilungen, der Schwerbehindertenarbeit in Industrieunternehmen sowie mit konkreten Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene und Arbeitgeber. Auch Hilfen für Menschen aus dem Autismus-Spektrum und individuelle Begleitmöglichkeiten im Berufsalltag wurden vorgestellt. Ziel der Beiträge war es, Hemmschwellen abzubauen, Chancen sichtbar zu machen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte aufzuzeigen.
Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen und vorhandene Potentiale und Talente zu nutzen, um dadurch gleichzeitig die Fachkräftebasis in der Region zu sichern. Enge Zusammenarbeit und gemeinsamer Austausch sind die Bausteine, mit denen es gelingen kann, den Ausbildungsmarkt im Märkischen Kreis langfristig zu stärken und inklusiver zu gestalten.
Pressekontakt: Katharina Buschmann, 02351 / 966 6158
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