Meldungsdatum: 26.05.2026

Hof Emschermündung: Aquarellgarten sorgt künftig für farblichen Akzent

Emschergenossenschaft beginnt in Kürze mit der Anlage von Blühstreifen

Die Emschergenossenschaft beginnt Anfang Juni am Hof Emschermündung in Dinslaken mit den Arbeiten für den neuen Aquarellgarten. Dieser wird bis Frühjahr 2027 fertiggestellt und setzt künftig neue farbliche Akzente im Mündungsareal.

Der Aquarellgarten entsteht auf der 1,4 Hektar großen Fläche unmittelbar zwischen dem Hof Emschermündung, dem Bahndamm und der Hagelstraße. Angelegt werden zahlreiche Blühstreifen in den verschiedensten Farben, die dem Areal an der von der Emschergenossenschaft renaturierten Mündungsaue eine völlig neue Optik verleihen und teilweise auch als Färberpflanzen genutzt werden können. Darüber hinaus stellt die Emschergenossenschaft eine Obstwiese sowie einen Lernort her, der künftig unter anderem von Schulen und Kindertagesstätten genutzt werden kann.

Für Radfahrende und spazierende Tourist*innen, die das neue Emscher-Delta und den Hof Emschermündung besuchen, entsteht zudem eine besondere Aufenthaltsfläche inklusive eines garantiert Instagram-geeigneten Foto-Spots…

Bei der Anlage der Blühstreifen kann es im Projektverlauf während erforderlicher Düngerarbeiten zu minimalen, landwirtschaftlich üblichen Geruchsemissionen kommen. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Die neue Emscher-Mündung
In die Herstellung des Aquarellgartens zur weiteren ökologischen Aufwertung des Hofes Emschermündung sowie der baulichen Verbindungen zum Hof Emschermündung und dem Parkplatz werden rund 100.000 Euro investiert. Zum Vergleich: In die Verlegung und naturnahe Umgestaltung der Emscher-Mündung in den Rhein hat die Emschergenossenschaft rund 85 Millionen Euro eingebracht. Im Zuge des Großprojektes wurde im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie eine durchgängige Verbindung zwischen Emscher und Rhein hergestellt, indem der zuvor fünf Meter tiefe Absturz der Emscher durch die Verlegung der Mündung um zirka 500 Meter nach Norden eleganter ausgeglichen wurde. Diese „EU-Reisefreiheit für Fische“ sorgt dafür, dass nun auch Flusslebewesen aus dem Rhein das Emscher-Gebiet besiedeln können – zuvor galt aufgrund der Höhenbarriere eine Art „Einbahnstraßenregelung“ aus der Emscher kommend in Richtung des Rheins.

Seit der Inbetriebnahme der neuen Emscher-Mündung hat die Emschergenossenschaft bereits eine merkliche Steigerung der Artenvielfalt im Fluss festgestellt – teilweise sogar bis weit in das östliche Emscher-Gebiet bei Castrop-Rauxel und Dortmund hinein. Das blaugrüne Leben kehrt in die Emscher zurück – dank der neuen Mündung in den Rhein!

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de


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Die neue Emscher-Mündung in den Rhein

©  Rupert Oberhäuser/EGLV
Die neue Emscher-Mündung in den Rhein

Das neue knapp 20 Hektar große Emscher-Delta ist seit Sommer 2025 fertiggestellt. Die ersten Arbeiten zur Neugestaltung der Emscher-Mündung hatten im Herbst 2014 begonnen. Die neue blaugrüne Mündungsaue bietet künftig nicht nur einen verbesserten Hochwasserschutz, sondern auch Lebensraum für Flora und Fauna. Links im Bild gut zu erkennen ist das nahezu monumentale Absturzbauwerks, über das sich der zentrale Fluss des Ruhrgebietes einst in den Rhein ergoss.